Text-Bild-Ansicht Band 318

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160,92 qm auf die 108 Wasserröhren von 95 mm äusserem Durchmesser und 5 m Länge, 7,79 qm auf den etwa bis zur Hälfte den Heizgasen ausgesetzten Oberkessel und 5,29 qm auf die beiden Wasserkammern. Die Rostfläche umfasst 3,91 qm; die Betriebsspannung darf 12 Atm. betragen.

Textabbildung Bd. 318, S. 398

Der Oberkessel ist 6,5 m lang und hat 1,2 m Durchmesser bei 14,5 mm Wandstärke; er ist in der Längs- und Rundnaht zweireihig überlappt genietet, in der letzteren jedoch in der einen Reihe mit doppelt so grosser Teilung. Vorn wird der Oberkessel durch den umgelegten Rundeisenanker getragen, der das Gewicht auf zwei wagerechte ⌶Eisen überträgt, die auf ⌴ Eisensäulen ruhen. Ausserdem stützt sich die vordere Wasserkammer auf die Stirnmauer fest ab, während die hintere Wasserkammer in der üblichen Weise auf Rollen gelagert ist.

Im Oberkessel befindet sich ein kastenförmiger Einbau über der vorderen Wasserkammer, in welchem mittels besonders geformter Richtbleche eine Abscheidung des mitgerissenen Wassers infolge der Stosswirkung erfolgen soll. Uebrigens ist der Kessel noch mit einem Dampfüberhitzer von etwa 50 qm Heizfläche ausgerüstet. Das Verteilungsrohr ist senkrecht; von demselben gehen 10 wagerecht Liegende Rohrschlangen von verschieden grosser Länge zu dem schrägliegenden Sammelrohr, welches auf den Kessel führt und hier ein Sicherheitsventil von 50 mm lichter Weite trägt. Ausserdem ist unmittelbar am Oberkessel an einem 110 mm weiten Stutzen ein Doppel Sicherheitsventil mit je 80 mm lichter Weite angebracht. Dieses Ventil ist für den nach Russland gelieferten Kessel mit einem nach dem russischen Gesetz notwendigen verschliessbaren Kasten versehen.

Bei stark angestrengtem Betriebe von Wasserröhrenkesseln musste man häufig die Erfahrung machen, dass die untersten Rohrreihen sehr rasch durchbrannten und leckwurden.

Textabbildung Bd. 318, S. 398

Die Erklärung dieser Erscheinung ist darin zu sehen, dass die untersten Rohre durch die Berührung mit