Text-Bild-Ansicht Band 318

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Diese Dämpfe nehmen aus dem Kondensatorwasser Wärme auf, wodurch sie getrocknet, resp. überhitzt werden.

Textabbildung Bd. 318, S. 407
Textabbildung Bd. 318, S. 407

Auch bei der ausgeführten Konstruktion (Fig. 10 und 11) ist diese Einrichtung vorgesehen, indem das Saugrohr zunächst in einer Windung durch den Kondensator geführt wird und dann erst in die Saugabteilung der Trockenkammer eintritt.

Für den automatischen Antrieb der Maschine ist einRegulator angeordnet, dessen patentierte Konstruktion aus Fig. 13 ersichtlich ist.

Der Regulator oder Expansionsdruckregler ist ein Reduzierventil, welches nach einmaliger Einstellung vollständig automatisch den Expansionsdruck regelt und sich nach Stillstand der Maschine selbsttätig schliesst.

Das flüssige Ammoniak tritt, nachdem es mittels eines aus dem Refrigerator zurückkommenden Rohres K vorgekühlt ist, den kleinen Schmutzabscheider L passiert hat, durch das ⅜ zöllige Rohr A in den Regulator ein, wo es durch die von der Spindel C gebildete Oeffnung expandiert.

Die Spindel C steht mit dem Hebel D in Verbindung, und kann mittels der Spindel B, die in der Mitte auf den Hebel D wirkt, genau eingeteilt werden. Der andere Arm des Hebels D ist durch ein Zwischenstück fest mit der Stahlmembranplatte F verbunden, die wiederum mittels einer Spindelschraube H mit Feder J einfürallemal eingestellt ist.

Der Arbeitsvorgang ist nun folgender:

Der flüssige Ammoniak tritt mit einem Drucke von 7 bis 9 Atm. in den Regulator ein, expandiert dort und wird dort, je nach Einstellung der Spindel C auf gewünschten Druck reduziert und aufgesaugt.

Bei Stillstand der Maschine wird in den ersten Sekunden vielleicht noch etwas Ammoniak expandiert; sobald aber infolgedessen der Niederdruck zu steigen beginnt, wird die Membranplatte F nach oben gedrückt, was eine Bewegung des Hebels D zur Folge hat und gleichzeitig die Schliessung der Expansionsöffnung durch Herunterdrücken der Spindel C bewirkt.

Nachdem die Maschine wieder in Betrieb und einige Umdrehungen gemacht hat, hebt sich die Spindel C wieder vollständig selbsttätig in demselben Augenblick, wo der eingestellte Expansionsdruck wieder erreicht ist. Durch Verstellung des Drehpunktes nach auf- oder abwärts kann die Wirkung der Vorrichtung derart vermindert werden, dass für die Temperatur das gerade notwendige Ammoniakquantum automatisch eingelassen wird. Es kann daher auch nach längerem Stillstand die Maschine in Betrieb gesetzt werden, ohne dass ein Ventil an den Ammoniakleitungen geöffnet werden muss, was für den Betrieb von kleineren Kühlanlagen bei ungeübter Bedienung von grossem Werte ist.