Text-Bild-Ansicht Band 318

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Die Kälteakkumulatoren D. R.-P. No. 126185 sind insofern charakteristisch, als sie in Form von Wellblech oder glatten Röhren einfach über die Expansionsrohre geschoben und beiderseitig mittels Stopfbüchsen abgedichtet werden. Um nun eine möglichst schnelle Abkühlung der im Innern befindlichen Chlormagnesiumlösung zu bewirken, sind die Expansionsröhren excentrisch nach oben durchgeführt, wodurch eine tatsächliche Zirkulation im Innern des Bassins stattfindet; denn die abgekühlte Lösung sinkt zu Boden, während die wärmeren Partien nach oben steigen. Die Einrichtung und Anordnung eines solchen Kälteakkumulators ist aus der Skizze (Fig. 14) S. 407 ersichtlich.

Auf der Ausstellung ist die Maschine in dem Restaurant des Münchener Bürgerbräu am Panorama Caub aufgestellt, wo sie zur Kühlung des Bierkellers und des Vorratsraumes für Lebensmittel verwandt wird. Die Uebertragung der Kälte in die Luft erfolgt in diesen Räumen durch die erwähnten Verdampfrohre (Fig. 14), in denen das Ammoniak direkt verdampft und welche von Salzwasserbehältern zur Aufspeicherung der Kälte umgeben sind. Die Disposition der vorbeschriebenen Kühlanlagen ist in Fig. 15 dargestellt.

Textabbildung Bd. 318, S. 408

In der Molkerei Sanitas der Ausstellung Düsseldorf ist in einem besonderen Pavillon der Firma C. Senssenbrenner in Düsseldorf-Oberkassel eine Absorptions-Eis- und Kühlmaschine neuester Konstruktion, Patent und System August Osenbrück ausgestellt mit einer stündlichen Leistung von 12000 Kalorien oder 100 kg Eis i. d. Stunde. Eine Dampfmaschine von etwa 5 PS treibt die Molkereimaschine an. Der Abdampf dieser Dampfmaschine dient zur Beheizung des Isolierkessels der Kühlmaschine und an direkter Betriebskraftwerden etwa ½ PS gebraucht. Der Arbeitsvorgang ist der bei den Absorptionsmaschinen übliche mit dem Unterschiede, dass die Bedienung eine besondere Aufmerksamkeit nicht erfordert, weil die Maschine sich selbst reguliert. Zur Beheizung wird kein direkter Dampf erfordert. Wie die ausgestellte Maschine zeigt, ist die Aufstellungsmöglichkeit überall da gegeben, wo Abdampf vorhanden ist und werden in der Regel für eine stündliche Leistung von je 100 kg Eis oder 12000 Kalorien etwa 70 kg am Abdampf gebraucht. Der überschüssige Abdampf geht bei der ausgestellten Maschine durch eine Heizschlange im Warmwasserbassin, wärmt das in der Molkerei nötige Spülwasser an und wird vollständig kondensiert. Die erzeugte Kälte wird benutzt zur Milchkühlung auf dem Berieselungskühler, zur Kühlung des Butterlagers, zur Erzeugung von gefrorener; Milch, zu Speiseeis (Vanilleeis etc.) und zu gewöhnlichem Blockeis. Gegendruck erfährt die Dampfmaschine nicht, was durch eine Abdampfleitung (Zweigleitung) ins Freie bewiesen wird. Trotzdem nämlich das ins Freie führende Ventil der Abdampfleitung geöffnet wird, strömt kein Abdampf ins Freie aus.

Die Maschinenbauanstalt Humboldt in Kalk a. Rh. stellte keine vollständige Kühlanlage aus, wohl aber einen neuartigen Ammoniakkompressor mit federnden Klappen, Patent Professor Gutermuth, welche Konstruktion als neues Abschlussorgan für Kompressoren, Gebläse und Pumpen verwendet ist, um die Zulässigkeit hoher Tourenzahl bei vollständig sicherem und geräuschlosem Spiel der Klappen vor Augen zu führen.

Die Anlage besteht aus einer liegenden Dampfmaschine