Text-Bild-Ansicht Band 318

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während in dem grösseren Kühlraum das frische Fleisch, Gemüse und Obst aufgestapelt wird.

Zwischen dem Kühlraum und dem Maschinenraum ist die Fleischerei angeordnet und werden deren Arbeitsmaschinen vom Transmissionsvorgelege der Kühlanlage gleichzeitig angetrieben.

Die Kühlmaschine besteht aus einem Kohlensäure-Compressor, einem runden Tauchkondensator, einem Eisgenerator, der im Maschinenhaus mit aufgestellt ist und den beiden Verdampfern mit direkter Expansion in den beiden Kühlräumen.

Der Antrieb der gesamten Anlage erfolgt durch einen Elektromotor, welcher das Vorgelege an der Decke antreibt.

Der Kompressor hat einen Zylinder von 55 mm Durchmesser und 160 mm Hub. Er leistet normal bei 85 Touren 6000 Cal. in der Stunde. Derselbe ist in Fig. 18 photographisch abgebildet.

Textabbildung Bd. 318, S. 411

Die Saugleitungen von den drei Verdampfersystemen sind nach einem Siebtopf geführt, welcher als Sammelstück dient und aus welchem der Kompressor die gebildeten Kohlensäuredämpfe ansaugt.

Die Regulierung der dem Verdampfer zuströmenden flüssigen Kohlensäure erfolgt durch drei getrennte Regulierventile.

Das Induktorium von J. Ed. Ives.

Das Induktorium besteht, nach Electrical World and Engineer, aus einer primären und einer sekundären Wicklung, einem Unterbrecher und einem Kondensator. In Fig. 1 ist L1 und L2 die Selbstinduktion der primären bezw. sekundären Spule, C1 die Kapazität des parallel zum Unterbrecher geschalteten Kondensators und E die elektromotorische Kraft der primären Stromquelle.

Textabbildung Bd. 318, S. 411
Textabbildung Bd. 318, S. 411

Um sekundär möglichst grossen Spannungsunterschied zu erhalten, muss man den Kondensator so wählen, dass am Unterbrecher kein Funken auftritt. Nach der Stromunterbrechung entsteht in der primären Spule ein oszillierender Strom, dessen Periodenzahl abhängt von der Selbstinduktion der primären Spule und von der Kapazität des Kondensators. Fig. 2 stellt graphisch diesen oszillierenden Strom dar, bei langsam arbeitendem Unterbrecher. Bei a wird der primäre Strom geschlossen, er wächst an bis zu einem höchsten Werte bei b, wo der Strom unterbrochen wird; nun kommt der oszillierende Strom, der immer schwächer wird und bei c ganz aufhört. Die Periodenzahl dieses oszillierenden Stromes ist annähernd gegeben durch die Beziehung

T = 2π . √L1C1 . . . 1.)

Daraus erkennt man, dass der Kondensator die Ursache des oszillierenden Stromes ist. Dieser Wechselstrom nun induziert in der sekundären Spule eine elektromotorische Kraft, die um so grösser ist, je rascher die Schwankungen erfolgen. Mit zunehmendem Kondensator werden aber die Kurven flacher; deshalb darf man nur so viel Kapazität einschalten, dass kein Funken an dem Unterbrecher auftritt.