Text-Bild-Ansicht Band 318

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mit nur 17,79 kg. Wegen der beträchtlich verschiedenen Heizflächenbeanspruchung der letzten beiden Versuche ist auch der Vergleich der Durchschnittswerte 70,74 und 70,65 der Wirkungsgrade nicht ganz einwandsfrei.

Jedenfalls lassen die Versuche erkennen, dass bei kleineren und stark belasteten Kesseln die Rohrpumpe vorteilhaft ist; ferner wird auch bei den grössten, stark belasteten Kesseln dieser Vorteil zur Wirkung kommen, wenn die Kessel selbsttätig beschickt werden können.

Auch in den Simoniusschen Cellulosefabriken in Kelheim a. d. Donau wurden Vergleichsversuche an einem Leinhaaskessel mit und ohne Rohrpumpe durch den Bayerischen Dampfkesselrevisionsverein vorgenommen. Der Kessel hatte eine Heizfläche von 200 qm und war mit einem Ueberhitzer von 53 qm Heizfläche ausgerüstet. Der Kessel besass ferner einen mechanischen Rostbeschickungsapparat, welcher gut funktionierte und durch welchen in beiden Fällen eine gleich gute, von der Tätigkeit der Heizers fast unabhängige Verbrennung erzielt werden konnte.

Die Betriebsverhältnisse bedingen eine Beanspruchung des Kessels mit etwa 18 kg f. d. qm Heizfläche und Stunde. Die Versuche wurden jeweils 8 Stunden durchgeführt und alle Verhältnisse völlig gleich gehalten. Die zur Verwendung gekommene Kohle war eine Neusatteler Braunkohle, welche etwa 3900 W. E. haben dürfte. Während bei den Versuchen mit Dubiaupumpe die Abgangstemperatur im Mittel 330° betrug, stieg diese bei den Versuchen ohne Dubiaupumpe auf 365-370°, die Verdampfungsziffer sank bei letzterem Versuch von 3,71 auf 3,49. Es entspricht dies einein Mehrverbrauch an Kohle bei den Versuchen ohne Dubiaupumpe von 6 v. H.

Der Waggon Kohle kostet franko Kelheim 112 M. Bei der Annahme, dass der Kessel 300 Tage à 24 Stunden im Betrieb ist, entspricht dies einer Ersparnis von etwa 5000 M. zu gunsten der Dubiaupumpe.

(Fortsetzung folgt.)

Textabbildung Bd. 318, S. 422