Text-Bild-Ansicht Band 318

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lagen die Wasserverhältnisse einigermassen günstig: daraus erwuchs die Möglichkeit, einen Einspritzkondensator anzuwenden.

Textabbildung Bd. 318, S. 454

Die eigentümliche Form der Maschinenräume an Bord der Seeschiffe macht es erklärlich, dass man hier nur Kondensatoren mit wagerechter Achse unterzubringen imstande ist; dabei ergibt sich meist eine recht bequeme Führung des Zirkulationswassers, welches die aussen vom Dampf bespülten Kondensatorrohre durchfliesst. Auch in einer grossen Zahl ortsfester Betriebe, namentlich im Bergbau und Hüttenwesen, gibt es Röhrenkondensatoren liegender Bauart; Fig. 6 zeigt eine solche Anlage auf den Rombacher Hüttenwerken in Rombach (Lothringen). Der im Bilde leicht kenntliche Kondensator schlägt stündlich bis zu 30000 kgDampf nieder, dieser steigt durch das rechts unten ersieht liehe dicke Rohr zum Oelabscheider, durchströmt denselben und gelangt mittels einer kurzen Zwischenleitung in den Kondensatorraum. Das Kühlwasser wird von dem am linken Rande teilweise dargestellten Gradierwerk durch die Zirkulationspumpe abgezogen und in den Kondensator gedrückt. Die Kühlfläche des letzteren ist aus einer Menge Messingröhren von etwa 2 mm Wandstärke hergestellt, deren Oberflächen dem Dampfe die Wärme entziehen. Sowohl der Wasserinhalt, als auch das Gewicht der einzelnen Teile des Kondensators speichern in sich einen Kühlvorrat auf, welcher bei plötzlicher Zufuhr bedeutender Dampfmengen die unvermeidlichen Schwankungen der Luftleere verringert.

(Schluss folgt.)

Zur Berechnung der Vorgänge in den Gasmotoren.

Von Dr. K. Schreber in Greifswald.

(Schluss von S. 435 d. Bd.)

3. Denkt man sich durch das chemische Zeichen einer Verbindung nicht nur die durch die Summe der Atomgewichte angegebene Anzahl von Kilogrammen dargestellt, sondern mit ihm auch gleich die Angabe des Energiegehaltes derselben verknüpft, so muss man die, eine chemische Umsetzung darstellende Gleichung durch die Angabe der, die Umsetzung begleitenden Wärmetönung vervollständigen. Ein Atom bezw. eine Mole eines festen Stoffes schliesst man zur Kennzeichnung des Zustandes in eckige Klammern [] ein, während der flüssige Zustand durch geschweifte Klammern {} angedeutet wird.

In der folgenden Tabelle 3 sind einige technisch wichtige chemische Umsetzungen zusammengestellt. Unter Δ n ist die Aenderung der Molenzahl durch die Umsetzung angegeben.

Tabelle 3.

Δ a
[C] + O2 = CO 2 + 98070
2[C] + O2 = 2CO + 2 . 30110 + 1
2CO + O2 = 2CO2 + 2 . 67960 – 1
2H2 + O2 = 2 {H2O} + 2 . 68360 – 3
CH4 + 2O2 = CO 2 + 2 {H2O} + 211930 – 2
C2H4 + 3O2 = 2CO2 + 2 {H2O} + 333350 – 2
2C3H6 + 9O2 = 6CO2 + 6 {H2O} + 2 . 492740 – 5
2C6H6 + 15O2 = 12CO2 + 6 {H2O} + 2 . 787500 – 5

Die ersten drei Reihen ergeben das Gesetz der konstanten Wärmesummen: Die bei der Verbrennung eines Kilogrammatomes Kohlenstoff entwickelte Wärme ist unabhängig