Text-Bild-Ansicht Band 318

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ist, zusammengestellt. Die Bezeichnung z.B. No. III Stahl H H N besagt mittelharten Nickelstahl; No. VII in Oel gehärteter Stahl H O; No. X geschmiedeter Rotguss F H H. Die Schnittiefe h folgt aus den Angaben der Durchmesserdifferenzen vor und nach dem Schnitt, woraus die eigentliche Spannbreite b durch Division mit sin γ, dem Richtungswinkel berechnet werden kann. Ist

so wird
als Spanbreite folgen, ebenso wird die eigentliche Spandicke t = γ . sin γ sein, sofern λ die lineare Schaltung für eine Umdrehung ist. Hieraus folgt der wirkliche Spanquerschnitt bt:

gleich dem volumetrisch aus Schaltung λ und Durchmesser d1 und d2 berechneten Querschnitt . Die Schnittgeschwindigkeit, berechnet auf dem äusseren Durchmesser des Werkstückes, bewegt sich nur in drei Fällen an der früher üblichen Grenze von 50, 60 und 75 mm/sek. und nimmt sonst von 100 mm/sek. bei Gusseisen auf 130, 140 und 160 mm/sek. bei Stahlmaterial zu; bei Schmiedeeisen steigt sie auf 280, und bei Messing und Rotguss auf 600, 700, 800 und 1000 mm/sek.Bei Bearbeitung milder Bronze wird sogar der erstaunliche Höchstwert

Schnittgeschwindigkeit erreicht. Diese Werte zeigen auf den ersten Blick, dass bei den Versuchen hauptsächlich Schnelldrehstähle gebraucht wurden.

Doch ist in dieser Beziehung in Woolwich nichts Aussergewöhnliches geleistet, wenn man bedenkt, dass in Krupps Gusstahlwerk Stahlmaterial mit 400 und 500, ja ausnahmsweise sogar mit 600 mm/Sek. Schnittgeschwindigkeit auf der Drehbank bearbeitet wird.

Textabbildung Bd. 318, S. 458
Textabbildung Bd. 318, S. 458

In Tab. III ist für Stahlmaterial die kleinste Schaltung λ = 0,36 mm, für d = 47 mm, und die grösste λ = 3,15, bei d = 212 mm Durchmesser des Werkstückes angeführt.

Das sekundliche Spanvolumen stellt sich in No. II u. VI:

vII = 0,5 (47,0 – 43,2) . 162,6 . 0,36 = 108 cmm/Sek.

vVI = 0,5 (212,1 – 190,5) . 61 . 3,15 – 2075 cmm/Sek.

wobei die seitlichen Schneidwinkel s = 65,5 bezw. 57° angewendet sind.

Da nun das Werkstück No. VI mit d = 212 mm Durchmesser, die grösste Abmessung in dieser Versuchsreihe, besitzt,