Text-Bild-Ansicht Band 318

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c eingewalzt, wobei der untere Schenkel der Rohre geneigt, der obere dagegen wagerecht liegt. Der Eintritt des Wassers aus der Kammer b in die unteren Rohrschenkel wird nun dadurch erschwert, dass in die Rohrenden ein verengender Einsatz eingefügt wird und dass ausserdem der Zutritt des Wassers zum Rohre in der Hauptsache nur durch ein anderes, mit Oeffnungen versehenes Rohrstück erfolgen kann. Dieses Rohrstück ist mit Gewinde in der vorderen Kammerwand befestigt und bildet eine Art „Laterne“.

Textabbildung Bd. 318, S. 553

Auf diese Weise wird der Zweck erreicht, dass das eintretende Wasser im Rohre sofort verdampft und dass eine regelrechte Zirkulation eintritt, wobei der Dampf zunächst das Wasser aus dem oberen Teile der Wasserkammer b soweit in den Oberkessel a treibt, dass die Rohrleitung e frei wird, und der Dampf in den Dampfraum des Oberkessels entweichen kann. Das notwendige Wasser fliesst der Kammer b durch das Fallrohr d zu. Gespeist wird in den Dampfsammler a.

Textabbildung Bd. 318, S. 553

Die neueste Ausführung des Solignackessels ist in Fig. 318wiedergegeben; Fig. 319 zeigt noch im grösseren Masstabe das Rohrende mit dem Einsätze f und der Laterne g.

Die neueste Ausführung zeigt wieder eine zweiteilige Kammer; die eine Hälfte liegt unter, die andere über dem Dampfsammler. An der Wirkungsweise des Kessels wird hierdurch nichts geändert; man erspart nur die immerhin unbequem auszuführenden Verbindungsleitungen d und e der Fig. 317; auch wird das Mitreissen von Wasser aus der Wasserkammer in die Rohrleitung e unmöglich gemacht.

Textabbildung Bd. 318, S. 553

Die Vorzüge des Solignackessels sollen darin bestehen, dass schon mit normalem Schornsteinzuge eine Verdampfung von 40 kg f. d. qm. Heizfläche und Stunde erreicht werden kann. Bei künstlichem Zuge soll die Verdampfung bis auf 120 kg f. d. qm Heizfläche und Stunde gesteigert werden können. Dieses Ergebnis erscheint aber nicht wunderbar, wenn