Text-Bild-Ansicht Band 318

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ihn zurückdrückt und damit die Weiche umstellt und in dieser Lage dauernd festhält, bis die nächste Umstellung erfolgt.

Der Rückmeldeschalter besteht aus dem mit den Weichenzungen verschiebbaren Schieber b, der ein Kontaktstück c trägt, welches mit der nach dem Stellwerk führenden Rückleitung verbunden ist. Die Schleiffedern d1 und d2 kommen mit dem Kontaktstück c in leitende Verbindung, je nach der Stellung der Weiche. Die Federn sind mit der Rückmeldeeinrichtung im Stellwerk verbunden und geben dort die Lage der Weiche sichtbar zu erkennen, sobald beide Zungen ihre richtige Endlage eingenommen haben.

Die Druckluftantriebe für die Signale sind am unteren Ende des Signalmastes befestigt. Die Arbeitszylinder stehen senkrecht, die Arbeitskolben bewegen sich beim Stellen des Signals auf freie Fahrt nach unten. Für jeden Flügel ist ein besonderer Antrieb angeordnet, der mit ihm durch ein Gasrohrgestänge verbunden ist. Die Zuleitung der Pressluft zu dem Arbeitszylinder erfolgt von dem nahe dem Signal aufgestellten Luftbehälter durch ein Gasrohr. Die Rückmeldekontakte befinden sich unmittelbar an den Flügeln, sodass die Kabelleitungen im Innern des Mastes hochgeführt werden. In Fig. 8 ist der Antrieb dargestellt; die Steuerung ist bedeutend einfacher als beim Weichen antrieb, weil der Arbeitskolben nur von einer Seite beim Stellen des Signals unter Pressluft gesetzt wird. Beim Umstellen des Signalhebels im Stellwerk erhält der Elektromagnet e Strom, zieht seinen Anker an, der mittels Stift g der Pressluft den Eintritt durch den Kanal d zum Arbeitszylinder gestattet, während gleichzeitig die Oeffnung l durch die Ankerspindel verschlossen wird; das Signal wird auf Fahrt gestellt. Gleichzeitig mit dem Arbeitskolben wird die Schieberstange h bewegt, welche den auf ihr befestigten Kontakt i1 mit der isolierten Feder k in Berührung bringt; wodurch ein Stromkreis geschlossen wird, der im Stellwerk die Fahrstellung des Signals anzeigt. Bei Haltstellung geht dieser Meldestromkreis über i – wie gezeichnet – und zeigt die Haltstellung im Stellwerk an. Die Schaltung der Rückmeldeleitungen ist so ausgeführt, dass bei Mehrflüglern erst die Meldung eintritt, wenn sämtliche Flügel die jeweilige, beabsichtigte Endlage eingenommen haben. Bei Zurückgehen in die Haltstellung wird der Magnet stromlos, die Arbeitsluft strömtdurch l ins Freie, die Verbindung mit der Leitung wird abgeschlossen und die Flügel fallen vermöge ihres eigenen Gewichts in die Haltstellung zurück, wobei der Arbeitskolben in die gezeichnete Lage zurückgedrückt wird.

Textabbildung Bd. 318, S. 567