Text-Bild-Ansicht Band 318

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zweiten Kolbenaufgange geöffnet wird. Die verbrannten Gase entweichen dann in den Auspufftopf (Fig. 27), welcher, um das Geräusch zu dämpfen, mit drei Abteilungen versehen ist. Eine Spiralfeder 23 schliesst das Ventil sofort wieder, wenn der Stift d abwärts geht.

Textabbildung Bd. 318, S. 598

Der vordere Teil 8a des Behälters 8 (Fig. 24) ist für den Benzin Vorrat bestimmt; er fasst etwa 7 Liter. Durch einen Schwimmer lässt sich das Benzinquantum stets kontrollieren. An den Boden des Behälters 8 schliesst sich das Röhrchen 3a, zum Vergaser 3 führend, an.

Letzterer (Fig. 28) besteht in der Hauptsache aus zwei Hohlzylindern, dem weiteren mit dem Benzinzulauf und der Regulierung der zuströmenden Menge, sowie dem engeren für die Zerstäubung des Benzins und die Luftzufuhr. Das Benzin, vom Behälter kommend, gelangt durch das Rohr 3a (Fig. 28) zum Raum a, umströmt die Verschlusschraube 2 in einer ringsumlaufenden Rille, geht durch zwei Bohrungen in das Innere der Schraube und von hier durch die Ventilöffnung 4 zu dem weiteren Hohlzylinder. Zum Abfangen von Verunreinigungen sind der Benzinhahn am Reservoir und der Ausgang aus der Verschlusschraube 2 mit einem feinen Sieb versehen.

Die selbsttätige Benzinzufuhr und deren Regelung erfolgt durch die luftdichte Schwimmerkapsel 6. Sie steckt auf dem Ventilstift 4 und trägt die auf letzteren einwirkenden Balanciers 7. Ist genügend Benzin eingeflossen, so wird die Schwimmerkapsel so weit gehoben, dass die Balanciers den Ventilstift 4 mit seiner unteren Spitze in die Ventilöffnung hineindrücken und der weitere Zufluss des Benzins gehemmt ist. Die Vorrichtung wirkt derart, dass bei jeder Ansaugeperiode nur soviel Benzin einströmen kann, als jeweils bei dieser Periode verbraucht wird.

Textabbildung Bd. 318, S. 598

Die eigentliche Vergasung findet nun in den engeren Hohlzylindern dadurch statt, dass das Benzin durch Ausspritzen aus dem Röhrchen 9 gegen den gerippten Zerstäuberkegel 12 schnell verdunstet und sich mit der durch Rohr 18 eingesaugten Luft mischt. Dieses Rohr liegt, um die Luftzwecks schnellerer Vergasung anzuwärmen, um den Motorzylinder herum. (Vergl. Fig. 24.)

Die Zufuhr des Gasgemisches zum Motorzylinder wird mittels des Drosselhahnes 4a (Fig. 24), an welchem sich ein mit Handgriff 4 versehener Hebel befindet, vom Sitz aus reguliert. Diese Einrichtung ist aus Sparsamkeitsrücksichten sehr vorteilhaft. Beim Bergabfahren kann die Gaszufuhr vollständig abgestellt, und auf ebener glatter Strasse soweit abgedrosselt werden, als eben der Motor noch regelmässig funktioniert; dadurch wird viel Betriebsmaterial erspart. Einen weiteren Vorzug hat der Drosselhahn zum Langsamfahren insbesondere durch Orte, wo in der Regel eine Geschwindigkeit von 12 km in der Stunde einzuhalten ist. Wenn nun bei Nachzündung das Tempo immer noch zu rasch ist, so kann man durch Abdrosseln der Gaszufuhr das Tempo bis auf die geringste zulässige Geschwindigkeit herabmindern.

Zur weiteren Nachregulierung ist im Vergaser (Fig. 28) eine Oeffnung 17 vorgesehen, die bei warmer Witterung, sowie nach längerer Fahrt bei sehr heiss gewordenem Zylinder geöffnet wird.

Textabbildung Bd. 318, S. 598

Die hintere Abteilung 8c des Behälters 8 (Fig. 24) fasst etwa ½ kg Schmieröl, das zu einer Fahrt von 600 km ausreicht. Die Schmierung geschieht vermittels eines Dreiweghahnens durch die Pumpe 13, die das Oel durch Röhrchen 14 unmittelbar dem Motorgehäuse zuführt.

Von der mittleren Abteilung 8b, in welcher sich die Batterie befindet, führt, wie Fig. 29 zeigt, der Leitungsdraht L1 nach dem an der Lenkstange sitzenden. Kontaktstiftgehäuse 5, der Draht L2 zu dem Induktionsapparat