Text-Bild-Ansicht Band 318

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Auf der Achse 1 sitzt ferner der Nocken e, der mittels eines am Ventilstift d sitzenden Nockens c das Auspuffventil lüftet.

Textabbildung Bd. 318, S. 600

Statt des Platindruckkontaktes versehen die „Rapid“ Akkumulatoren- und Motorwerke G. m. b. H. in Schöneberg-Berlin ihre Zündregulierung mit einem Schleifkontakt. Bei ihm sitzt das Kontaktstück, wie Fig. 34 zeigt, auf der Hartgummiunterbrecherscheibe und schleift bei jeder Umdrehung derselben an der Kontaktfeder vorbei. Da die Feder nicht nachstellbar ist, so verändert sich infolgedessen mit der Abnutzung der Kontaktflächen auch deren Andruck. Ausser-dem verliert die Biegungsfeder im Laufe der Zeit einen Teil ihrer Federkraft. Diese Uebelstände sucht letzgenannte Firma dadurch zu vermeiden, dass sie eine Torsionsfeder in Anwendung bringt (Fig. 35) die auf einen Kontaktstift wirkt, der zur Regelung des Andruckes der Kontaktflächen, der Abnutzung der Schleifscheibe entsprechend, nachgestellt werden kann.

Textabbildung Bd. 318, S. 600
Textabbildung Bd. 318, S. 600

Die Betätigung des eben beschriebenen Motorzweirades (Fig. 24) geschieht folgendermassen: Nachdem der Kontaktstift 6 (Fig. 24 u. 29) in das Gehäuse o eingesteckt ist, wird der Handgriff 1 vollständig nach oben gestellt und hierdurch der Kompressionshahn h (Fig. 26) geöffnet. Der Handgriff 2 wird in seine tiefste Lage auf Nachzündung gestellt, und der Handgriff 4nach vorne gezogen, wodurch das Gaszufuhrrohr 9 (siehe auch Fig. 25 u. 26) geöffnet wird. Der Kontaktgriff 7 wird nun nach links gedreht, und der zur Zündung nötige Strom ist geschlossen. Der Fahrer treibt jetzt das Fahrzeug wie ein gewöhnliches Zweirad mittels der Tretkurbeln an, bis die Explosionen regelmässig erfolgen. Der Kompressionshahn h wird jetzt geschlossen, sodass der Motor nun seine volle Kraft abgibt.

Die Kraftübertragung geschieht mittels gedrehter Riemenschnur auf eine am Hinterrad befestigte Scheibe.

Die neueste, diesjährige Konstruktion dieses Motorzweirades, wie solche Fig. 36 zeigt, hat wesentliche Verbesserungen und Vereinfachungen erfahren. So ist die Bedienung des Motors jetzt auf einen einzigen Hebel, den Zündungshebel 2, beschränkt. Zum Anfahren oder Schieben des Fahrzeuges wird nicht mehr der früher vorgesehene Kompressionshahn h (Fig. 25 u. 26) geöffnet, sondern es wird das Auspuffventil b vermittels eines Fingerhebels, wie bei dem Dürkopp-Motorzweirad (Fig. 37), jedoch zugleich durch den Zündungshandgriff in die Höhe gehoben und zwar dann, wenn derselbe ganz nach unten steht. Dieser Hebel hat jetzt gewissermassen drei Stationen, nämlich:

1) Handgriff ganz nach unten zum Anfahren oder