Text-Bild-Ansicht Band 318

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samt der Oelpumpe hinter den zweiten Sattel verlegt. Der am oberen Rahmenrohr gelagerte Behälter ist also nur für Benzin und Oel bestimmt. Die Handhabung und Führung der Maschine erfolgt lediglich von dem hinteren Sitz aus. Die Bauart des Motors und seiner Zubehörteile ist die gleiche wie beim Neckarsulmer Fahrzeug. Beide Motorräder werden auch statt der Riemenschnur mit Riemen und Spannrolle ausgeführt.

Textabbildung Bd. 318, S. 619
Textabbildung Bd. 318, S. 619
Textabbildung Bd. 318, S. 619

Das Motorzweirad der Fabrique Nationale in Herstal-Lüttich (Belgien), welches E. Glombitza in Berlin in den Handel bringt, zeichnet sich durch die eigenartige Lagerung des Motors im Rahmen aus. Wie Fig. 43 zeigt, ist der Motor von einer geschmiedeten Gabel umgeben, durch welche er beim Stürzen u.s.w. vor Schaden geschützt ist. Einen weiteren Vorteil bietet diese Gabel dadurch, dass sie wesentlich zur Verstärkung des Rahmens beiträgt.

Ausgerüstet ist dieses Fahrzeug mit einem 2 PS F. N.-Motor(Fig. 44) mit 60 mm Bohrung, 70 mm Hub bei 1800 Umdrehungen in der Minute; das Gesamtgewicht beträgt 50 kg. Von den sonst gebräuchlichen zeichnet sich dieser Motor dadurch aus, dass zwischen dem Zahnrad 50 der Kurbelachse und dem Steuerungszahnrade 52 noch ein Zwischenrad 51 eingeschaltet ist. Hierdurch wird es, wie Fig. 45 bei einem Motorzweirad der Wanderer-Fahrradwerke vorm. Winkelhofer & Jänicke A.-G. in Schönau bei Chemnitz erkennen lässt, möglich, den Nocken 53 zur Betätigung des Auspuffventils 43 vorn über dem Kurbelgehäuse anzuordnen, also ungefähr in der Ebene der Pleuelstange, wodurch das Auspuffventil und der Explosionsraum nicht wie sonst (s. Fig. 46) besonderen Raum in der Breite des Motors beansprucht. Der ganze Motor nimmt also wenig Raum in der Breite ein, was zu Gunsten eines „schmalen Tritts“ ausgenutzt werden kann. Ausserdem ist durch diese Lage des