Text-Bild-Ansicht Band 318

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oberen Teil des Generatormantels umgibt noch ein zweiter Mantel, durch den die Verbrennungsluft geleitet und erwärmt wird, bevor sie mit dem Wasserdampf zusammentrifft.

Textabbildung Bd. 318, S. 742

Der Skrubber C ist in der allgemein üblichen Weise hergestellt. Im Gastopf D, der in der Nähe des Motors aufgestellt –ist, treten die Gase nochmals durch eine aus Holzwollseilen gebildete Filterschicht; etwaige mitgerissene Staubteilchen werden hier durch über die Holzwollseile gespritztes Petroleum angefettet. Diese Behandlung der Gase hat zur Folge, dass die Ventile fast ohne Schmutzansatz bleiben und der geringe Ansatz nicht fest, sondern derart lose an den Einzelteilen des Motors haftet, dass er durch Abwischen mit Putzlappen leicht beseitigt werden kann.

Der Generator arbeitet mit Anthrazit, Koks und nach Vornahme einer kleinen Abänderung auch mit sog. Kaumazit – einem Produkt aus dem böhmischen Kohlenrevier bei Aussig, welches in den Wesselner Koks- und Kaumazitwerken von C. Mehlhardt, Dresden, erzeugt und vertrieben wird.

Der Preis dieses Brennstoffes beträgt z. Zt., je nach der Korngrösse desselben, 105-130. M. ab Werk für 10000 kg. Nach Angabe der Firma Moritz Hille verbraucht eine Sauggasmotorenanlage von etwa 20 PS, einschliesslich Abbrand bei zehnstündiger Arbeitszeit etwa 130 kg Kaumazit, die in Dresden 2,30 M. kosten, sodass für 1 PS/Std. etwa 1,15 Pfg. für Brennstoff aufzuwenden sind.

(Schluss folgt.)

Die störenden Bewegungen der Lokomotive unter Berücksichtigung der auftretenden Reibungswiderstände.

Von Dipl.-Ingenieur Karl Wolters, Hannover.

(Fortsetzung und Schluss von S. 677 d. Bd.)

7. Drehungen um andere Achsen.

Nachdem wir nun gesehen haben, dass sämtliche Drehungen, bei denen der Schwerpunkt in Ruhe bleibt, nicht eintreten können, soll jetzt weiter untersucht werden, ob nicht solche möglich sind, an denen der Schwerpunkt selbst teilnimmt. Denken wir uns beispielsweise an dem durch Fig. 10 wiedergegebenen Parallelepiped bei A eine lotrechteKraft A' angreifend und den Körper selbst in der Kante BC festgehalten, dann sieht man, dass eine Drehung um den Schwerpunkt S, bei. der dieser in Ruhe bleibt, nicht möglich ist, wohl aber eine Drehung um die Kante BC, bei der der Schwerpunkt selbst einen Kreisbogen beschreibt. Genau so verhält sich eine Lokomotive: hier haben wir statt der Kraft A' die Kreuzkopfdrücke und der Widerstand der