Text-Bild-Ansicht Band 318

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Erwähnung mag auch die bekannte Aneinanderschweissung von schmiedeeisernen Rohren mit Hilfe von Thermit finden. Es sind schätzungsweise bisher 30-40000 solcher Rohrschweissungen ausgeführt. Diese Thermitschweissung stellt sich billiger als eine gute Flanschenverbindung und kann auch an sehr schwer zugänglicher Stelle ausgeführt werden. Die Anwendung findet besonderen Vorteil bei Rohrleitungen, die unter hohem Drucke stehen, oder für den Transport von Flüssigkeiten dienen, die fast jedes Verpackungsmaterial angreifen, also Alkalien, Petroleum usw.

Textabbildung Bd. 318, S. 754
Textabbildung Bd. 318, S. 754
Textabbildung Bd. 318, S. 754

In diesen Fällen wird eine reine Stumpfverschweissung der Rohrenden erzielt und wird um diese zu dem Zweckeeine kleine Blechform gelegt, die von aussen mit Sand abgestützt wird (Fig. 10). Aus einem Tiegel wird das feuerflüssige Thermit ausgegossen; der Corund fliesst in diesem Falle zuerst aus und hat die Eigenart, das Rohr sofort mit einer dünnen, etwa 1 mm starken Schicht von Corund fest zu umschliessen, sodass das nachmessende Thermiteisen das Rohr direkt nicht berühren und es somit nicht durchschmelzen kann. Es ist eine Tabelle ausgearbeitet, aus der für jede Rohrstärke bis zu etwa 6 Zoll die Grösse der kleinen Form, Abstand derselben vom Rohr, Menge des anzuwendenden Thermits usw. sofort zu ersehen ist. Diese Tabelle 1 befindet sich auf S. 755.