Text-Bild-Ansicht Band 318

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um geringe Mengen Stickstoff zu binden, wobei sich die bekannten kleinen, roten Kristalle von Cyantitan bilden; auch scheint ein geringer Zusatz von Titan zum Gusseisen – nach den bisher vorliegenden Ergebnissen – die Zähigkeit desselben zu erhöhen und ein feineres Korn hervorzubringen.

Textabbildung Bd. 318, S. 758
Textabbildung Bd. 318, S. 758

Das Verfahren ist seitens einer Reihe von Giessereien mit bestem Erfolge probiert worden und findet besondere Verwendung in Fabriken, in denen auf porenfreien Guss besonders geachtet werden muss, also in solchen, wo Maschinenguss aller Art hergestellt wird.

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Durch die beschriebene Reaktion kann aber nicht nur ein vollständig porenfreier Guss erzielt werden, es ist auch möglich noch in der Giesspfanne Zusätze vorzunehmen, z.B. von Ferromangan. Nach Durchmischung mit Hilfe einer sog. Büchsenreaktion findet sich das Mangan – z.B. auf 1 v. H. berechnet – gleichmässig im Guss verteilt. Dasgleiche wird mit einem Zusatz von Nickel ausgeführt für Pfannen zum Eindampfen von kaustischen Alkalien für die chemische Gross-Industrie, In diesem Falle wird das Nickel am praktischsten in Form von Nickelthermit, das vorher in einem Tiegel zur Entzündung gebracht ist, um dann – mitsamt der Schlacke – in die Giesspfanne gegossen zu werden, verwandt. Die gleichmässige Durchmischung des Nickels wird sodann mit einer „Büchse“ bewirkt. Man verwendet etwa 1 v. EL Nickelthermit, das 60 y. H. metallisches Nickel ergibt, vom angewendeten Guss und kann in Kesseln mit solchem Nickelzusatz etwa 50 v. H. mehr Chargen ausbringen als in solchen ohne Nickel.

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Eine zweite Anwendung des sog. Büchsenverfahrens ist