Text-Bild-Ansicht Band 318

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vorgesehen. Wie Fig. 107 zeigt, ist in den hohlen Lagerkörper ein Schneckenrad g eingebaut, das durch die Schnecke l gedreht wird. Die Lagerschale c trägt zwei Mitnehmerstifte h, welche durch zwei entsprechende Bohrungen durch das Schneckenrad g hindurchgehen und beim Drehen des letzteren die Lagerschale mitnehmen.

Textabbildung Bd. 318, S. 766

Das Tretkurbellager der Coronet-Fahrradwerke und Metallindustrie A.-G. in Brandenburg a. H. weicht von den eben besprochenen dadurch ab, dass es nicht fest mit dem Rahmen verbunden ist, sondern in das ausgedrehte, am Rahmen sitzende Lagergehäuse hineingeschoben wird.

Textabbildung Bd. 318, S. 766
Textabbildung Bd. 318, S. 766
Textabbildung Bd. 318, S. 766

Zu diesem Zwecke sind die beiden Kugelschalen nach Fig. 108 auf den einander zugewendeten Seiten zu Zylindern a, b ausgebildet, die mit ihren Rändern verschraubt sind. Die so gebildete zylindrische Kapsel wird nun mit der darin befindlichen Achse und den Kugeln in das Lagergehäuse (Fig. 109) hineingeschoben. Letzteres ist aufgeschlitzt und wird, um Verschieben der Kapsel zu verhüten, mit Klemmbolzen c zusammengezwängt.

Beim Nachstellen dieses Lagers braucht nur die linke Klemmbolzenmutter des Gehäuses gelöst zu werden; die hierdurch losgewordene linke Kapselhälfte a kann dann mittels Schlüssels nach Bedarf gestellt werden (D. R.-P. 100596).

Selbst bei grösster Vorsicht kann es vorkommen, dass während der Fahrt im Lager eine Kugel platzt und die Lauffläche der Konusse beschädigt, sodass das Lager unbrauchbar wird. Um nun einen auf diese Weise entstandenen Schaden sofort beheben zu können, ordnen die Bielefelder Maschinen- und Fahrradwerke nach Fig. 110 Doppelkonusse an. Der beschädigte Konus wird von der Achse abgeschraubt und umgedreht, sodass die andere Lauffläche in Anwendung kommt.

Denselben Zweck erreicht W. Lamprecht in Colpin bei Storkow dadurch, dass er die Kugeln in der Längsrichtung der Achse verschiebt. Hierzu besitzt die Achse a (Fig. 111) neben den üblichen Gewinden noch mit Gewinde versehene Verstärkungen b, welche den Anschlag c für die Kugeln tragen. Dieser Anschlag ist, um sein Verdrehen auf der Achse zu verhüten, mittels Gegenmutter d gesichert. Die Lauffläche der Kugeln bildet die Büchse e, die auf die äusseren Gewindeenden fest aufgeschraubt ist. Als Gegenfläche dient die zylindrische Innenfläche der Nabe g. Den Abschluss des Lagers bildet der durch den Schraubring i gesicherte Schraubdeckel h. Durch ihn tritt die Büchse e hindurch und wird mittels einer kleinen, durch Gummiring k und Schraubring l gebildeten Stopfbüchse abgedichtet (D. R.-P. 126777).

Diese Anordnung gestattet mit Leichtigkeit die Achse herauszunehmen, nachzusehen, ob Abnutzungen stattgefunden haben, und erforderlichenfalls die Anschläge c ein wenig nach aussen oder innen zu rücken.

Um Verdrehen der Tretkurbeln gegeneinander zu verhüten, schlägt G. Egger in Triest die Anordnung Fig. 112 vor. In die hohle, mit trapezförmigen Kanälen versehene Kurbelachse w (D. R.-P. 110400) ragen die ebenfalls hohlen und mit genau. passenden Rippen versehenen Achsenstümpfe a hinein. Diese sind, um die Kurbeln gegen Herausfallen zu sichern, bei l geschlitzt, sodass sie an den Enden genügend radial auseinander federn können, sobald die konischen Muttern n der Schrauben s angezogen werden, und die ebenfalls konisch geformten Schraubenköpfe p von innen auf die Lappen l drücken. Letztere legen sich nun als Sicherung an die etwas konisch erweiterten Kanäle der Welle w an.

Um nun während des Anziehens der Muttern Drehen der Schrauben s zu verhüten, besitzen deren Köpfe p entsprechend geformte kleine Nasen, die sich in die freien Nuten zwischen den federnden Lappen l einlegen.

Bei den kettenlosen Fahrrädern war das grosse Antriebszahnrad