Text-Bild-Ansicht Band 318

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bisher neben der Tretkurbel an derselben Stelle gelagert, an der sich das sonst übliche Kettenrad befindet. Bei dieser Anordnung war der Druck auf die Lager so ungleichmässig verteilt, dass neben schneller Abnutzung derselben der Gang des Fahrrades bedeutend erschwert wurde.

Textabbildung Bd. 318, S. 767

Die Brennabor-Fahrradwerke von Gebr. Reichstein in Brandenburg a. H. haben nun das Antriebsrad in die Mitte des Lagers verlegt (Fig. 113) und so eine günstigere Lagerung für die Kraftübertragung erzielt. Das Hauptzahnrad hat jedoch bei allen diesen Anordnungen das Bestreben, sein gegenüberliegendes Uebertragungszahnrad von sich abzudrängen. Hierdurch wird mit der Zeit nicht nur der Gang erschwert, indem die Zähne nicht mehr genau ineinandergreifen, sondern die Zahnräder verursachen auch ein unangenehmes Geräusch.

Textabbildung Bd. 318, S. 767

Um diesem vorzubeugen, ordnen die Wanderer-Fahrradwerke vorm. Winkelhofer & Jänicke in Schönau bei Chemnitz an Stelle des Kugellagers, welches sich durch die starke Beanspruchung rasch einläuft und so der Uebertragungswelle etwas Spiel gibt, wodurch naturgemäss die Zähne etwas ausser Eingriff kommen, an der Uebertragungswelle unmittelbar am vorderen Zahnrädchen ein nachstellbares Walzenlager an (Fig. 114).

Textabbildung Bd. 318, S. 767
Textabbildung Bd. 318, S. 767

Dieses fängt nun den seitlichen Druck statt durch kleine Druckpunkte, wie ihn die Kugeln bieten, durch 12 mm lange Walzen auf, wodurch seitliches Ausweichen der Welle verhütet wird. Gegen Vorwärtsgleiten nach dem Kurbelgehäuse zu ist letztere durch ein mit Kugelring versehenes Widerlager gesichert, das sich unmittelbar an das vorerwähnte Walzenlager anschliesst. Ferner wird der Druck, welcher durch das Ineinandergreifen der Zahnräder im Kurbelgehäuse in der Längsrichtung der Uebertragungswelle entsteht, durch ein Kugellager von grossem Durchmesser im Gehäuse an der Hinterradnabe unmittelbar aufgefangen.

Durch diese nach allen Richtungen genau regulierbare sichere Lagerung, welche jedes Klemmen oder Ecken verhindert, wird ein leichter und ruhiger Gang erzielt.

Textabbildung Bd. 318, S. 767

(Fortsetzung folgt.)