Text-Bild-Ansicht Band 318

Bild:
<< vorherige Seite

werden. Gleichzeitig wird der achsiale Druck des Kegels c durch die Mutter b, Kegel d, Ring u und die Kappe i aufgenommen.

Bei Drehung der Nabe z und der gegen sie gepressten Bremsklötze tritt naturgemäss jetzt das Bestreben auf, dass sich der Bremsring k mit ihr drehen will, doch wird derselbe durch die um den Block l gelegenen, einzelnen Teile des Bremsringes gegen die Winkelkanten des Blockes gekeilt, und da letzterer durch den Arm v festgehalten wird, wirkt die Keilung derart auf die Nabe, dass die Reibungs- und Bremswirkung verstärkt wird. Fig. 138 zeigt die eingeschaltete Bremse, während Fig. 139 dieselbe ausgeschaltet, d.h. den Antrieb auf das Rad zeigt; eine Zwischenstellung bewirkt den Freilauf.

Textabbildung Bd. 318, S. 793

Bei den bisher besprochenen Freilaufeinrichtungen findet die Kupplung des Kettenkranzes mit der Nabe durch Vermittlung schräger Flächen statt, wobei der lose Mittelring zwischen Kettenkranz und Nabe festgeklemmt wird. Diese Anordnung hat jedoch den Nachteil, dass die Rückkehr des Ringes in die Anfangsstellung beim Uebergange zum Freilauf erschwert wird.

G. H. Banister in Woolwich (Engl.) will diesem Uebelstande dadurch abhelfen, dass er nach seinem D. R.-P. 132906 schräge Anlaufflächen nur zum Einrücken der Kupplung benutzt, zum Antrieb des Rades aber die Bewegung des Kettenrades durch ebene Druckflächen auf die Nabe übertragen lässt, die senkrecht zur Drehebene stehen und nach Einrücken der Kupplung zur Wirkung kommen.

Erreicht wird dies, nach Fig. 142, wie folgt: Das auf der Nabe mittels der Kugelreihe e freilaufende Kettenrad a ist mit Vorsprüngen au die schräge Auflaufflächen a1, besitzen, versehen. Diese wirken beim Vorwärtsdrehen des Rades a gegen die Auflaufflächen c2 der Vorsprünge c1 des losen Zwischenringes c und bringen letzteren durch Verschieben nach rechts mit dem mit der Nabe fest verbundenen Kupplungsteil d in Eingriff.

Textabbildung Bd. 318, S. 793

Ausserdem ist der Kettenkranz mit Ansätzen a3 versehen, welche gegen besondere Ansätze c4 des Zwischenringes c wirken und die erwähnten, senkrecht zur Drehungsebene gestellten Anschlagflächen besitzen. Diese Ansätze sind zu den mit schrägen Auflaufflächen versehenen Ansätzen derart angeordnet, dass sie erst dann zur Wirkung kommen, wenn durch die Ansätze ai, ei die zum Einrücken der Kupplung genügende Verschiebung des Ringes c stattgefunden hat. Der Zwischenring wird also nach Inwirkungtreten der Ansätze a3 und c4 nicht weiter verschoben.

Damit derselbe jedoch bei freilaufendem Rade selbsttätig in die Anfangsstellung zurück gelangt, sind an dem Kupplungsteild Zähne d1 angeordnet, welche mit in der Drehrichtung der Nabe gestellten Auflaufflächen versehen sind, die gegen schräge Auflaufflächen der Kupplungszähne c3 des Zwischenringes im Sinne der Rückführung desselben in die Anfangsstellung wirken. Diese Flächen sind bei der Vorwärtsbewegung des Kettenkranzes unwirksam, da beim Antrieb nur die erwähnten, senkrechten Zahnflächen in Wirkung treten. Bei festgehaltenen Tretkurbeln wird der Ring c dagegen in die Anfangsstellung zurückgeschoben, so dass das Rad vollkommen frei läuft.

Abweichend von den bisherigen Bremsanordnungen ist diejenige von J. Küster in Charlottenburg. Die Einrichtung ist folgende: Das Kettenrad k (Fig. 143) ist auf der Büchse b und der mit Einkerbungen e versehene Ring a auf der Tretkurbelachse befestigt. Zwischen diesem Ring und der Innenfläche der Büchse b sind Gesperrerollen g1 g2 angeordnet. Erstere bewirken, dass beim Drehen der Achse in der Pfeilrichtung die Büchse b mitgenommen wird, letztere dagegen wirken mit dem Ring r zusammen, welcher durch ein kleines, gegen das feststehende Kurbellagergehäuse wirkende Gesperre g3 nur vorwärts, d.h. in der Pfeilrichtung, nicht aber rückwärts drehbar ist.

Die Wirkung ist folgende: Bei Drehung der Achse in der Pfeilrichtung wird durch das Gesperre g1 die Büchse b mit dem Kettenrad k mitgenommen. Durch den im gleichen Drehungssinne mitgezogenen Führungsring r werden die Rollen g2 in den Vertiefungen der Einkerbungen e festgehalten. Dreht sich nun das Kettenrad mit der Büchse b weiter, während die Tretkurbeln festgehalten werden, was zufolge der Richtung des Gesperres g1 möglich ist, so verharren die Rollen g2 an den tiefsten Stellen von e, solange die Füsse stillstehen. Wird dagegen durch kurze Rückwärtsbewegung der Tretkurbeln deren Achse mit dem Ringe a etwas entgegen der Pfeilrichtung gedreht, so können die Rollen g2 nicht rückwärts folgen, weil sich der mit ihnen zusammenwirkende Führungsring r infolge der Wirkung des Kugelgesperres g1 nicht rückwärts bewegen kann. Durch die Rückwärtsdrehung von a werden die Rollen infolge der schrägen Form der Einkerbungen e gegen die Innenfläche der Büchse b gepresst; sobald diese Pressung genügend gross geworden ist, nimmt die mit dem Kettenrade weiter umlaufende Büchse b die Tretkurbelachse mittels des Gesperres g2 mit, wobei durch stetes Gegentreten der Gang des Fahrrades gehemmt wird.

Dieselbe Einrichtung jedoch in Verbindung mit der