Text-Bild-Ansicht Band 318

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Will man bei dem Ausschluss von Betonzugspannungen genauer rechnen, so führt man an Stelle des konstanten Elastizitätsmodul Ed einen veränderlichen ein, und zwar als nächste Annäherung geradlinig abnehmend. Man ersetzte dann die rechteckigen Betondruckflächen durch Trapeze. Das Druckdiagramm wird parabolisch begrenzt. Bei der graphischen Behandlung erhält man als D-Linie kubische Parabeln. Auch bei Berücksichtigung der Zugspannungen lässt sich die gleiche graphische Behandlung mit Kraft- und Seileck anwenden; wir erhalten Methoden, welche den analytischenvon Haberkalt und Barkhausen analog sind. Dieselben könnten Verwendung finden bei der genaueren Spannungsberechnung, wenn die Streckgrenze des Betons überwunden ist.

Die Veröffentlichung der angegebenen, genaueren Behandlungsweise, ebenso der Bearbeitung der Anwendung von Kraft- und Seileck auf die Berechnung der Schubspannungen und der Spannungen in Gewölben und exzentrisch belasteten Stützen behalte ich mir vor.

[Kleinere Mitteilungen.]

Bei der Redaktion eingegangene Bücher.

Hand- und Lehrbuch der Niederen Geodäsie. Begründet von Friedrich Hartner, weiland Professor an der k. k. technischen Hochschule in Wien, fortgesetzt von Hofrat Joseph Wastler, weiland Professor an der k. k. technischen Hochschule in Graz, und in 9. Auflage umgearbeitet und erweitert von Eduard Dolezal, o. ö. Professor an der k. k. Bergakademie in Leoben. I. Band. – I. Hälfte. Wien 1903. Seidel und Sohn.

Vorlesungen über Technische Mechanik. Von Dr. Aug. Föppl, Professor an der Technischen Hochschule in München. Zweiter Band, Graphische Statik. Mit 167 Figuren im Text, Zweite Auflage. Leipzig 1903. B. G. Teubner.

Ueber den hydraulischen Wirkungsgrad von Turbinen bei ihrer Verwendung als Kraftmaschinen und Pumpen. Von Dr. ing. Reinhold Proell, Diplom-Ingenieur. Mit 8 Textfiguren und 3 Tafeln. Berlin 1904. Julius Springer. Preis geh. 1,60 M.

Meereskunde in gemeinverständlichen Vorträgen und Aufsätzen. Herausgegeben vom Institut für Meereskunde an der Universität Berlin. I. Band, Heft 2. Das Linienschiff einst und jetzt. Von Tjard Schwarz, Marine-Oberbauraut. Mit 32 Abbildungen. Berlin 1903. Mittler und Sohn. Preis geh. 1,75 M.

Die Untersuchung der Vibrationserscheinungen von Dampfern. An einem Beispiel erläutert von Otto Schlick. Mit 4 lithograph. Tafeln. Leipzig 1903. Arthur Felix. Preis 2,80 M.

Das Eisenbahn- und Verkehrswesen auf der Industrie- und Gewerbeausstellung zu Düsseldorf 1902. Von M. Buhle, Professor an der Kgl. Technischen Hochschule zu Dresden. Mit 2 Tafeln und 220 in den Text gedruckten Figuren. Sonderabdruck aus der Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure 1902/1903. Berlin 1903. Julius Springer. Preis geh. 3 M.

Technische Statik. Vorlesung über die Theorie der Tragkonstruktionen. Von A. Ostenfeld, Professor an der Technischen Hochschule zu Kopenhagen. Deutsche Ausgabe, besorgt von D. Skouge. Leipzig 1904. B. G. Teubner.

Statik. I. Teil: Die Grundlehren der Statik starrer Körper. Von W. Hauber, dipl. Ingenieur. Mit 82 Figuren. Leipzig 1903. Göschen. Preis geb. 80 Pf.

Tabelle zur Berechnung der Stauweiten in offenen Wasserläufen. Mit einführenden Erörterungen über die Bewegung des Wassers in geschlossenen und offenen Röhren, für Studierende und Praktiker. Berechnet von Danckwerts, Regierungs- und Baurat, Professor an der Technischen Hochschule zu Hannover. Mit 35 Abbildungen im Text und 2 besonderen Anlagen. Wiesbaden 1903. C. W. Kreidel. Preis geh. 80 Pf.

Die Elemente der darstellenden Geometrie. Als Lehrmittel für Lehrer und Schüler an Real-, Höheren Bürger-, Industrie-, Gewerbe-, Bau-, Handwerker- und Fortbildungsschulen und anderen gewerblichen und technischen Lehranstalten sowie zum Selbststudium. Von Professor G. Delabar, weiland Konrektor der Kantonsschule und Vorstand der Fortbildungsschule 1 in St. Gallen. Mit 100 Figuren auf 20 lithographierten Tafeln. Vierte, verbesserte Auflage. Freiburg i. B. 1903. Herder. Preis geb. 2,40 Mk.

Die Mineralkohlen der Länder der ungarischen Krone. Mit besonderer Rücksicht auf ihre chemische Zusammensetzung und praktische Wichtigkeit. Preisgekrönt von der ungar. kgl. Naturwissenschaftl. Gesellschaft. Von Alexander Kalecsinsky, Chefchemiker der kgl. ang. Geologischen Anstalt. Mit einer Uebersichtskarte. Revidierte Uebertragung aus dem im Dezember 1901 erschienenen ungarischen Original. Budapest 1903. Franklin Verein. Preis geh. 9 Kronen.

Ingenieurkalender für Maschinen- und Hüttentechniker 1904. Von P. Stühlen. Eine gedrängte Sammlung der wichtigsten Tabellen, Formeln und Resultate aus dem Gebiete der gesamten Technik, nebst Notizbuch. Herausgegeben von C. Franzen, Civilingenieur in Köln, und K. Mathée, Ingenieur, Kgl. Oberlehrer an den vereinigten Maschinenbauschulen, Köln. Neunundreissigster Jahrgang. Essen 1904. Baedeker. Preis: Ausgabe A in Leinen geb. 2,80 Mk.; B Lederband 3,50 Mk., C Brieftaschenform 4,50 Mk.

Kalender für Betriebsleitung und praktischen Maschinenbau 1904. XII. Jahrgang. Hand- und Hilfsbuch für Besitzer und Leiter maschineller Anlagen, Betriebsbeamte, Techniker, Monteure und solche, die es werden wollen. Unter Mitwirkung erfahrener Betriebsleiter herausgegeben von Hugo Güldner, Oberingenieur. Gerichtlich vereideter Sachverständiger für allgem. Fabrikbetrieb und Wärmekraftmaschinenbau. In zwei Teilen. Mit über 520 Textfiguren. Preis geb. 3 Mk., in Brieftascheniederband 5 Mk. Dresden 1904. Gerhard Kühtmann.

Bücherschau.

Die Kontrolle des Dampfkesselbetriebes in bezug auf Wärmeerzeugung und Wärmeverwendung. Von Paul Fuchs; Ingenieur der Berliner Elektrizitätswerke. Berlin, 1903. Julius Springer.

Da der Verfasser in einigen Punkten neue, beachtenswerte Ansichten vertritt, so möge es hier gestattet sein, etwas näher auf den Inhalt des Buches einzugehen. Der Inhalt ist in drei Hauptabschnitte geteilt: Wärmeerzeugung, Wärmeverwendung und Kontrolle des Dampfkesselbetriebes.

Im ersten Teil wird zunächst kurz der Verbrenungsprozess erläutert und die bekannte Formel für den Heizwert in verständlicher Weise abgeleitet, sowie die für die Verbrennung erforderliche Luftmenge bestimmt. Die für diese gegebene Formel ist jedoch mit hehreren grösseren Zahlenkoeffizienten behaftet, so dass hier der Verfasser wohl besser getan hätte, für Luftmenge und Rauchgasvolumen die bekannte und allgemein übliche Gleichung beizubehalten;dem Gedächtnis prägt sich erstere entschieden schwerer ein. Für das Verhältnis der bei der Verbrennung zugeführten zu der theoretisch notwendigen Luftmenge gibt Verfasser die Gleichung an.

worin Org den in den Rauchgasen festgestellten Sauerstoffgehalt bedeutet: für praktische Zwecke – für welche es sich ja in vorliegendem Falle nur handeln soll, – könnte jedoch unbedenklich statt 20,96 die Zahl 211) gesetzt werden. Beizustimmen ist dem Verfasser in dem Urteil, welches er über die für gewöhnlich benutzte Gleichung zur Bestimmung des Luftüberschussverhältnisses – unter Benutzung des Stickstoffgehaltes der Rauchgase – fällt, nicht aber darin, dass er vorschlägt, zur laufenden Bestimmung des Luftüberschusses nur den Sauerstoffgehalt zu bestimmen. Abgesehen davon, dass dies nur mittels Absorption geschehen könnte, kann diese erst erfolgen, nachdem die Kohlensäure bereits bestimmt ist,