Text-Bild-Ansicht Band 322

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wird das Wasser nach einer Sammelgrube aus Betonringen von 2 m Durchmesser geleitet, in dem eine vorläufige Klärung stattfindet. Die Sammelgrube steht mit der Empfanggrube und dem Pumpenschacht in Verbindung. Erstere enthält eine auswechselbare Siebeinrichtung und einen Klärungsraum, so daß nur fast reines Wassers zu der Pumpe gelangt. Auf dem Boden des Pumpenschachtes fand eine Zentrifugalpumpe mit senkrechter Achse Aufstellung, deren Saugrohr mittels einer verschließbaren Rohrleitung mit der Empfanggrube in Verbindung steht; die Pumpe steht also vollständig im Trocknen, kann gegebenen Falls zwecks Ausbesserung abgekuppelt werden und füllt sich dennoch im Betriebe von selbst. Die senkrechte Pumpenachse ist, nach oben hin verlängert und in Straßenhöhe unmittelbar mit einem Elektromotor gekuppelt.

Da die tiefste Stelle des Fahrweges im Troge auf 1,15 – NW liegt, so wurde der höchste erlaubte Wasserstand in der Empfanggrube zu 1,50 – NW angenommen, um auch bei heftigen Regengüssen den Wasserstand sicher beherrschen zu können. Der Betrieb erfolgt selbsttätig. Sobald nämlich der Wasserstand in der Empfanggrube sich 1,50 – NW nähert, wird mittels eines Schwimmers der Elektromotor in Gang gesetzt und wieder ausgeschaltet sobald der Wasserstand um das erforderliche Maß gesunken ist.

Sollten im Falle von gewaltigen Regengüsse alle Neigungsflächen des Fahrweges ihr Wasser nach dem Troge führen, so würde das Sammelgebiet eine Fläche von 2000 qm einnehmen. Veranschlagt man die größte Regenmenge auf 1 mm i. d. Minute, so muß die Pumpe 2 cbm i. d. Minute von 1,50 – NW bis etwa 0,60 + NW hinauf führen können, wofür ein Elektromotor von 4 PS zur Verfügung steht.

Die Magnetitbogenlampe.

Von Dipl.-Ing. Walter Eminger, Câmpina (Rumänien).

(Schluß von S. 14 d. Bd.)

Die Spannung.

Sie nimmt mit dem Titanzusatz zu. Ueber die Zunahme derselben gibt Fig. 6 Aufschluß, welche die Klemmenspannung für die normale Stromrichtung, d.h. für Magnetit als Kathode als Funktion der Stromstärke bei den Bogenlängen 10, 15 und 20 mm darstellt. Kurve I gilt für reinen Magnetit, Kurve II für Magnetit mit 15 v. H. Rutil und Kurve III für 30 v. H. Rutil. Das Koordinatensystem der Kurven für 15 mm Bogenlänge ist etwas verlegt, um dadurch ein Zusammenfallen der Kurven zu vermeiden.

Textabbildung Bd. 322, S. 26

Die Rauchentwicklung.

Magnetit, Fe3O4, wird in Lichtbogen zu rotem Eisenoxyd Fe2O3 oxydiert, während Titanoxyd unverändert bleibt. Die Oxydationsendprodukte sind also nicht, wie bei den anderen Lampentypen ganz oder zum Teil gasförmig, sondern feste Bestandteile. Je mehr Titanoxyd die Elektroden enthalten, desto geringer ist die Rauchentwicklung, Vergleichsweise sollen im Folgenden die bei einer gewöhnlichen Bogenlampe, einer Dauerbrandlampe und einer Magnetitbogenlampe mit positiver Kupferelektrode zur Verbrennung theoretisch erforderlichen Luftmengen ausgerechnet werden und zwar für eine Stromstärke von 8 Amp.

I. Gewöhnliche Bogenlampe. Der stündliche Abbrand beträgt bei 8 Amp. und Kohlenstiften von 16/10 Durchm. etwa 16–17 mm. Rechnet man mit einem spezifischen Gewicht der Kohle von etwa 1,4, so ergibt sich der stündliche Abbrand mit etwa 6,6 g. Unter der Annahme, daß die Verbrennung der Kohle vollkommen zu Kohlensäure erfolge, ergibt sich die zur Verbrennung erforderliche Luftmenge unter Benutzung der Formel

C + 2O = CO2

zu 58,92 l Luft f. d. Stunde, wenn 1 l trockener Luft 0,2987 g Sauerstoff liefert.

II. Dauerbrandlampe. Die Brenndauer eines Kohlepaares mit Stiften von 375 mm Länge und 13 mm Durchm. beträgt bei der Regina-Bogenlampe bei 8 Amp. etwa 250 Stunden. Dann wird an die Stelle der oberen Kohle eine neue Kohle gesetzt, während der Rest der oberen Kohle als untere weiter benutzt wird. Der Abbrand beträgt demnach f. d. Stunde unter Berücksichtigung eines Kohlerestes von 4 cm Länge 1,34 mm oder unter Zugrundelegung eines spezifischen Gewichtes von 1,352) etwa 0,23 g. Die zur vollkommenen Verbrennung dieser Kohlenmenge erforderliche Luftmenge würde

betragen.

In Wirklichkeit findet aber keine vollkommene Verbrennung statt. Es wird vor allem Kohlenoxyd entwickelt, also nicht so viel Luft verbraucht.

III. Magnetitbogenlampe. Besteht die Elektrode ganz aus Magnetit, so erhält man die zur Ueberführung in das höhere Oxyd erforderliche Sauerstoff menge aus der Formel

2Fe3O4 + O = 3Fe2O3 oder 2 (55,88 . 3 + 15,96 . 4) + 15,96 = 478,92

mit 15,96 g Sauerstoff für 462,96 g Magnetit. Bei einem Abbrand von etwa 2 g Magnetit i. d. Stunde werden zur Oxydation benötigt

trockene Luft.

Diese Luftmengen sind theoretisch nötig. In Wirklichkeit sind sie größer, da jede Verbrennung mit einem Ueberschuß an Luft erfolgt.

2)

El. Anz. 1901, S. 371.