Text-Bild-Ansicht Band 322

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ihrer Stelle die Nietmaschinen in die Laufkatze eingehängt und das Nieten schließt sich sofort an das Bohren an.

Fig. 10 zeigt eine Anordnung, wie sie für Hallen, in denen Eisenkonstruktionen hergestellt werden, ausgeführt ist. An der Laufbahn des die ganze Halle bedienenden Laufkranes sind leichte Konsolkrane angeordnet, auf deren Ausleger eine Laufkatze mit eingebautem Flaschenzug beweglich ist. Diese Laufkatze trägt die Bohrmaschine oder die Nietmaschine. Die Rollen des Kranes sind in Kugellagern gelagert, so daß der Kran durch einen leichten Zug an den Haspelketten zu bewegen ist. Dadurch lassen sich die Maschinen leicht und schnell an die erforderliche Stelle der Eisenkonstruktion bringen.

Wie aus vorstehenden Ausführungen hervorgeht, bietet die Fabrikation von Eisenkonstruktionen mit Pendelbohrmaschine und Nietmaschine außerordentliche Vorteile, welche sich kurz wie folgt zusammenfassen lassen:

  • 1. Die Eisenkonstruktion wird nur einmal ausgelegt und in diesem Zustande vollständig fertig gebohrt und genietet.
  • 2. Die zu bohrenden Löcher werden nur in der obersten Eisenlage angerissen und auf einmal durch alle Lagen durchgebohrt.
  • 3. Das wiederholte Anreißen der Löcher von einer Lage zur anderen und das wiederholte Auseinandernehmen und Wiederzusammenlegen der Lagen, sowie der Transport der einzelnen Eisen zu den Bohrmaschinen fällt fort.
  • 4. Die gebohrten Löcher liegen in allen Eisenlagen genau übereinander; nachträgliches Nacharbeiten durch Aufreiben oder Aufdornen fällt daher fort.
  • 5. Im Anschluß an das Bohren erfolgt das Nieten mit der elektrischen Nietmaschine; diese gewährleistet bequeme, nicht anstrengende Bedienung durch nur einen Mann, daher erhebliche Ersparnis an Arbeitskräften.
  • 6. Mit den Vorteilen 1–5 sind ganz erhebliche Ersparnisse an Arbeitszeit verbunden. Die Eisenkonstruktionen lassen sich dadurch schneller herstellen und werden billiger.
  • 7. Durch gleichzeitige Anwendung mehrerer Maschinen kann die Arbeit noch mehr beschleunigt werden, so daß die Leistungsfähigkeit der Anlage gegenüber den bisherigen Arbeitsweisen ganz erheblich gesteigert wird.
  • 8. Bohrmaschine und Nietmaschine werden elektrisch angetrieben und erfordern als Kraftzuleitung nur ein einfaches Kabel; beide Maschinen können an eine vorhandene Stromleitung angeschlossen werden; besondere Kraftstation ist daher nicht erforderlich; infolgedessen billige Anlagekosten und einfacher Betrieb.
  • 9. Bohrmaschine und Nietmaschine sind pendelnd aufgehängt und können an ein und derselben Hängekonstruktion von dem Arbeiter, welcher sie bedient, leicht bewegt werden, daher Fortfall jeglicher Hilfskräfte.

Studien über die Bildung des Kötzers beim Selfaktor.

Von Dipl.-Ing. Michael Früh, Fürth i. B.

(Fortsetzung von S. 520 d. Bd.)

V. Der Quadrant.

Durch die Kupplung des Wagens mit dem Quadranten durch Seil, Trommel und Zahnrad, bezw. durch die geradlinige Bewegung des Wagens und schwingende Bewegung des Quadrantenarmes (Fig. 16 S. 534) wird diejenige der Spindeln hervorgerufen.

Wie bereits aus dem Vorhergehendem ersichtlich ist, bleibt die gesamte Tourenzahl der Spindeln entsprechend einer Wageneinfahrt konstant von Beginn der Bildung des Mittelstückes an bis zur Beendigung des Schlußstückes; noch genauer kann gesagt werden, daß zwischen diesen genannten Grenzen, jeder Wagenstellung eine gleiche Tourenzahl der Spindeln entspricht, wenn man jeweils bei Beginn einer Wageneinfahrt die Zählung der Umdrehungen der Spindeln mit Null beginnt. Jede Schicht besitzt also dieselbe Anzahl von Fadenringen; die Entfernungen derselben voneinander innerhalb jeder einzelnen Schicht bleiben konstant, wachsen jedoch mit der Zunahme der Schichtenhöhen und umgekehrt.

Gegeben ist wiederum der Kegelstumpf als Oberfläche der Kötzerschichten. Für die Wirkungsweise des Quadranten ist nur der mittlere Durchmesser derselben von Bedeutung, während die verschiedenen Schichtenhöhen keinen Einfluß auf den Quadranten ausüben. Daraus geht hervor, daß die Tourenzahl der Spindeln und die jeweils aufgewickelte Fadenlänge unabhängig sind von der Höhe, was auch aus der folgenden Gleichung ersichtlich ist:

x = π : (R + r) y,. . . . . 17)

wobei

x = Fadenlänge;
y = zugehörige Tourenzahl;
R = Grundkreisradius;
r = Spitzenkreisradius.

Obige, sowie sämtliche bezüglich der Fadenlänge vorkommenden Gleichungen enthalten einen kleinen Fehler. Für die hier ausgeführten Untersuchungen denkt man sich die Spiralen, nach denen der Faden aufgewickelt wird, in einzelne Fadenringe zerlegt. Dies hat man sich nicht nur wegen der Einfachheit der Ausdrucksweise in Worten, sondern auch in Form von Gleichungen gestattet. Während einer Umdrehung der Spindel bildet der Faden eine Windung der Schraubenlinie (Fig. 2 S. 497); die Fadenlänge ist also Hypotenuse eines rechtwinkeligen Dreieckes ABC (Fig. 11 S. 519), während diese hier der Kathete BC gleichgesetzt wurde. Dies kann nun auch, ohne einen größeren Fehler zu begehen, gestattet werden, denn die Kathete AB, welche die Steigung der Spirale darstellt, ist den anderen Größen gegenüber sehr klein. Mathematisch betrachtet wurde noch eine weitere Vernachlässigung begangen. Von einem rechtwinkeligen Dreieck kann man nur dann sprechen, wenn die Schraubenlinie auf einen Zylindermantel, und nicht, wie hier, auf einen Kegelmantel aufgewickelt wird. Der dabei begangene Fehler wird dadurch zum Teil beseitigt, indem man entsprechend einer Schraubenlinie den zugehörigen Kegelstumpf in einen Zylinder mit mittlerem Durchmesser aus den beiden Begrenzungskreisen desselben verwandelt. Auf Grund dieser Betrachtung wurde auch Gleichung 17 aufgestellt.

Soll nun die Wirkungsweise des Quadranten von