Text-Bild-Ansicht Band 322

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Gerüst steht unten die Dampfwinde zur Bewegung der Laufkatze, die von einem Mann in dem 9 m darüber gelegenen Führerhaus gesteuert wird. Der Flaschenzug zur Rückführung der Katze ist am vorderen Ständer angebracht. Das Kohlenlager, das i. M. 7 m hoch angeschüttet wird, hat eine Länge von 42 m.

Textabbildung Bd. 322, S. 580
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Man hat den Verlader auch frei beweglich in der Art eines schwingenden Kranes ausgeführt. Besonders vorteilhaft erweisen sich solche Anlagen, wenn die Schiffe des zu flachen Ufers wegen nicht bis an den Speicher herankommen können. Fig. 14 zeigt ein Beispiel einer derartigen Anlage. Obwohl die Länge des Auslegers 30 m beträgt, muß das Gut dennoch erst vermittels der üblichen Masten-Schwenkkrane in einen Leichter übergeladen werden, von wo es der Transporter aufnimmt, der abwechselnd mehrere Arbeitsstellen bedienen kann. Die dem Winddruck ausgesetzte Fläche ist eine sehr geringe, ebenso ist das Eigengewicht der Konstruktion im Verhältnis zu einem Schwenkkran von etwa gleicher Ausladung sehr klein, so daß das Schwenken um den ziemlich kleinen Winkel wenig Kraft erfordert. Mit der gezeichneten Anlage können stündlich 50 Lasten von je 1 t Nettogewicht übernommen werden.

Um Schiffe in entlegenen Hafenplätzen oder an Stellen, wo sich geeignete Hebezeuge nicht vorfinden, schnell be- und entladen zu können, werden die Temperley-Verlader neuerdings auf dem Schiffe mitgeführt. Sie bestehen außer der Laufkatze nur noch aus dem I-Träger, an dem unten alle 1,5 m Anschläge zum Festhalten der Laufkatze angebracht sind. Der Baum, der in Längen von 9 bis 20 m geliefert wird, wird nun in der Neigung 1 : 3 bis 1 : 4 an den Masten des Schiffes durch Halteseile und Flaschenzüge befestigt, oder nötigenfalls auch an Seilen, die zwischen den Masten ausgespannt sind (Fig. 15). Der Antrieb des Förderseiles erfolgt durch die gewöhnliche Schiffswinde. Als Hauptvorteil dieser Einrichtung ist anzusehen, daß die Last geradlinig ohne Schwenken auf dem kürzesten Wege befördert wird, und daß, wenn mehrere solcher Transporteure nebeneinander arbeiten, die Entladung erheblich schneller von sich geht, als bei Benutzung der Schwenkmaste.

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Wie verschiedene der vorbeschriebenen Ausführungsformen unter Umständen in größerer Zahl vereinigt werden können, zeigt ein für die englische Marine geliefertes schwimmendes Kohlendepot von 12000 t Inhalt (Fig. 16 und 17). Es ist imstande, stündlich 600–700 t Kohle zu liefern. Sechs wasserdichte Querschotte teilen das Schiff in sieben Abteilungen; die fünf mittleren enthalten je zwei Kohlenkammern mit geneigtem Boden, im hinteren Teil befindet sich die Maschinenanlage von 600 PS für die Erzeugung des elektrischen Stromes zum Antrieb der