Text-Bild-Ansicht Band 322

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Winden, Ventilationsvorrichtungen usw., sowie zur Beleuchtung; die vordere Abteilung enthält die Räume für die Mannschaften und dergl. Die Kohlen werden durch Oeffnungen im Boden über abnehmbare Füllschnauzen in Säcke gefüllt und dann aus dem Mittelgang des Schiffes, der in der ganzen Länge durchläuft, hochgehoben. Vor Anlegung des Kriegsschiffes können in den Arbeitsräumen unter dem Kohlenlager bereits 1000 t in Säcken bereit gehalten werden, ohne daß sie bei der weiteren Arbeit stören.

Textabbildung Bd. 322, S. 581
Textabbildung Bd. 322, S. 581

Auf dem Deck befinden sich nun vier auf Schienen fahrbare Türme, deren jeder drei Verlader trägt. Der eine wagerecht gelagerte geht nach beiden Seiten über das Kohlenschiff hinaus und dient hauptsächlich zum Ueberladen aus einem Kohlenschlepper in das auf der gegenüberliegenden Bordseite anlegende Kriegsschiff. Die beiden anderen sind an Schwenkarmen frei beweglich aufgehängt und werden nur zur Verladung von Kohlen aus den Depoträumen in das Kriegsschiff bezw. umgekehrt zur Auffüllung des Depots von einem Transportschiff aus benutzt. Natürlich kann außerdem auch der wagerechte Baum hierfür verwendet werden. Fig. 18 gibt eine sehr instruktive Ansicht des Ganzen wieder. Allerdings ist die Umladung auf hoher See nur bei ruhigem Wetter möglich; im allgemeinen wird die Bekohlung einer Kriegsflotte durch derartige Einrichtungen nur in einem Hafen erfolgen können.