Text-Bild-Ansicht Band 322

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Tabelle 3.

Zusammengesetzte Spannungen, berechnet nach den verschiedenen Formeln.

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Textabbildung Bd. 322, S. 746

Bemerkenswerte technische Neuerungen auf dem Gebiete der Zuckerfabrikation im ersten Halbjahr 1907 (s. d. Bd. S. 278).

Von k. k. landw. techn. Konsulent A. Stift (Wien).

(Fortsetzung von S. 733 d. Bd.)

Die selbsttätige, kontinuierlich arbeitende Flüssigkeitswage von Leinert bewährt sich nach der Mitteilung von Turek33) überall dort, wo es auf die genaue Feststellung der zu verarbeitenden Flüssigkeitsmenge, ohne andere Nebenzwecke, ankommt. In diesem Falle verdient die Abwäge der Flüssigkeit immer den Vorzug vor dem Abmessen derselben und gilt dies z.B. für die Bestimmung der Menge des mit Pumpen in den Wasserturm geförderten Wassers, ferner des Speisewassers im Kesselhaus oder des Saftes nach den Schlammpressen und schließlich für die Mengenbestimmung der Absüßwässer, des Dünn-, Mittel- oder Dicksaftes, der Abläufe von den Zentrifugen, der Melasse usw. Der Apparat (Fig. 27 u. 28) besteht aus zwei großen Gefäßen A1, A2, die mit den Schneiden C in der Achse XX auf Stahllagern gußeiserner Ständer, die auf Eisenrahmen befestigt sind, ruhen. Die Achse XX geht nicht durch die Mittelachse der Gefäße, sondern sie liegt näher der Wand, welche das Gegengewicht G trägt. Die Stirnwände gegenüber G tragen Ausflußknierohre, die ein Heberrohr bilden, dessen Ende in der vertieften Stelle des Bodens, unter der Achse, innerhalb des Gefäßes einmündet. Die zu messende Flüssigkeit tritt durch das Einlaufrohr e in die gedeckte Kipprinne B ein, welche mit dem Zähler K in Kontakt ist.

Textabbildung Bd. 322, S. 746
Textabbildung Bd. 322, S. 746

Sind beide Gefäße leer, dann bekommt das Gegengewicht G das Uebergewicht und die Gefäße A1, A2 ruhen mit ihren Enden bei G auf zwei Anstoßschrauben, während die Rinne B über das eine Gefäß geneigt ist. Die durch den Stutzen e zugeführte

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Zeitschrift f. Zuckerindustrie in Böhmen 1907, 31. Jahrgang, S. 258.