Text-Bild-Ansicht Band 322

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Ebene fallen oder der Abstand der Marken mn muß gleich dem von m'n' sein.

. . . . . . . . . . 3)

oder durch Substitution nach Gleichung 1

. . . . . . . . . . 4)

Aus den Gleichungen 3 und 4 ist ersichtlich, daß

mn = m'n',

was zu beweisen war.

In manchen Fällen wird es sich als notwendig herausstellen, daß sich das abzuwägende Gewicht nach Bedarf ändern lasse, wie z.B. in der Zuckerindustrie, wo, je nach dem Rübenmaterial, der Saftabzug auf der Diffusionsbatterie geändert werden muß. Zur Erreichung dieses Zweckes wird das Aräometer derart konstruiert, daß im Betrieb das Gewicht q geändert werden kann, wie folgendes Beispiel zeigt: Ist der Normalabzug 5000 kg, und das Verhältnis p : (P – p) = 1 : 100, so ist das normale Aräometergewicht q = 50 kg. Will man nun den Abzug auf 5200 kg erhöhen, so hat man nur das Gewicht des Aräometers um 2 kg, d. i. auf 52 kg zu vergrößern, wozu genau geeichte Ringe dienen. Gegenüber der meist gebräuchlichen aber weniger genauen Methode der Bestimmung des absoluten Gewichtes von Flüssigkeiten durch Berechnung aus dem gemessenen Volumen und der Flüssigkeitsdichte unterscheidet sich das neue Prinzip wesentlich durch die absolute Präzision auf Grund der Zusammenwirkung von Aräometer und Meßgefäß. Die direkte Wägung eignet sich wieder für die Anforderungen des Großbetriebes nicht, weil sie verlangt, daß das Wägegefäß während der Wägungsperiode vollkommen frei und isoliert von seiner Umgebung auf der Wage, daher also auch außer jeder Verbindung mit Einlaß- und Auslaßrohrleitungen, steht. Der neue Apparat hingegen besitzt für den Großbetrieb den Vorteil, daß er unbeweglich auf seinem Platz stehend in fester Verbindung mit den Rohrleitungen bleibt und sich deshalb allen Anforderungen des Betriebes anpassen läßt. C und D (Fig. 31) sind die mit dem tiefsten Teil des Apparates verbundenen Ventile für den Ein- und Austritt der Flüssigkeiten und werden durch die übereinander angeordneten Gewichte E und F gesteuert. E und F sind durch eine Kette mit dem Aräometer verbunden, werden durch dasselbe gehoben und durch das im Gestell H eingerichtete Sperrwerk in dieser Lage gehalten. Hat nun das von der einlaufenden Flüssigkeit wieder gehobene Aräometer seine Höchstlage erreicht, so läßt es mittels des Kipphebels M das Sperrwerk H aus, die Gewichte E und F können nun frei auf die Ventilhebel fallen, bewirken so das Schließen des Eintritts und sofort darauf das Oeffnen des Ausflusses. Bevor die Flüssigkeit während der Füllungsperiode in den rohrförmigen Oberteil des Meßgefäßes eintritt, wird von derselben ein kleiner Schwimmer gehoben. Das mit demselben durch eine Kette verbundene Gewicht L betätigt vor Erreichung der Höchstlage den Probenahmehahn S und die Drosselklappe P samt Hebel, welche den Eintritt der zuletzt eintretenden Flüssigkeitspartien verzögert, um die Genauigkeit des Abschlußmomentes zu verschärfen. Ist nun auf diese Weise die genaue Gewichtsmenge der Flüssigkeit in den Apparat eingetreten und die Umsteuerung der Ventile erfolgt, so beginnt sofort wieder seine Entleerung. Inzwischen bleibt das Aräometer in der Höchstlage hängen, da seine Bewegung durch das zweite auch im Gestell H enthaltene Sperrwerk gehemmt ist. Der kleine Schwimmer hingegen sinkt ungehindert mit der Flüssigkeit und schließt dabei den Probenahmehahn S und öffnet die Zuflußdrosselklappe P. Die Rolle J, in der die Kette dieses Schwimmers läuft, trägt auf ihrer Welle einen Daumen aufgekeilt, welcher während der Entleerungsperiode den Kipphebel M in seine ursprüngliche Lage zurückbringt.

Textabbildung Bd. 322, S. 748

Gegen den Schluß der Ausflußperiode tritt nun ein zweiter Schwimmer von kleineren Abmessungen in Tätigkeit, der sich im sackförmigen Unterteil des Gefäßes befindet. Dieser ist mittels einer über die Rollen O laufenden Kette zur Erreichung größter Genauigkeit mit einer den Austritt der Flüssigkeit verzögernden Drosselklappe R verbunden. Außerdem ist an dieser Kette ein Hahn T angehängt, welcher die vom Probenahmehahn S entnommene Probe in einen Sammelflasch U abläßt. An der Kettenrolle dieses Schwimmers ist ebenfalls ein Hebel aufgekeilt, welcher bei der tiefsten Lage des Schwimmers das zweite Sperrwerk auslöst. Das infolgedessen frei gewordene Aräometer fällt nun herunter und zieht die Gewichte EF in die Höhe, welche