Text-Bild-Ansicht Band 322

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Damit ergibt sich eine Eröffnungs- bezw. Schließungskurve, wie eine solche die Fig. 7, Z. d. V. d. I. 1905, S. 13252) zeigt, bestehend aus zwei Teilen. Während des ersten Teiles nehmen alle drei Durchlässe gleichmäßig bis auf je s + i zu, während des zweiten bleibt a3 = s + i

Textabbildung Bd. 322, S. 770

konstant, hingegen nehmen die Durchlässe A1 und A2 je bis auf

zu.

Die Exzentrizität beträgt hierbei

. . . . . . . . . . 2)

und es muß sein

. . . . . . . . . . 3)

Die Weite m muß so bemessen sein, daß bei der Gesamteröffnung a die durch die Durchlässe

a3 = s + i und

hindurchgehende Dampfmenge in m den gleich großen Durchgangsquerschnitt findet, somit

. . . . . . . . . . 4)

Die Mündungsweite k braucht hinsichtlich der Ausströmung nur so groß zu sein, daß in der linken Endlage des Schiebers k noch um a1 offen hält.

Mit den Bezeichnungen in Fig. 3 gilt

k = ρ – s – sk + a1 . . . . . . . . . . 5)

Im Interesse eines möglichst kurzen Schiebers hat man die Abmessungen für sk, sm und st nur so groß zu wählen, als der dichte Abschluß dieser Kanten erfordert.

Für die Weite des Hilfskanals t gilt

t ≧ ρ – e . . . . . . . . . . 6)

wenn e die äußere Ueberdeckung bedeutet.

Der Durchlaß a4 dient einmal für die Einströmung nach der rechten Zylinderseite, das andere mal für die Ausströmung von der rechten Seite.

Im letzteren Falle behält der Durchlaß a3 seine bisherige Rolle bei, A3 übernimmt die Rolle von A2 und a2 diejenige von m; a1 kommt für die Ausströmung hierbei nicht in Betracht.

Für die rechte Ausströmung ist somit

a3 = s + i

und

. . . . . . . . . . 7)

Es muß somit s + i für beide Seiten gleich sein!

Der Durchlaß A1 übernimmt die Rolle von A3, und weil A1 > A3, so genügt A1 = ρ – i jedenfalls für die rechte Ausströmung.

Hingegen ist A3 < A2 und ist ganz offen nach der Schieberausweichung

wonach die beiden Durchlasse A1 und A3 unverändert eröffnen, zusammen um

Soll von diesem Augenblick an die Gesamteröffnung für den Austritt a konstant sein, also nach der Ausweichung ρ – z, so muß hierbei a4 ganz offen sein, also

i + a4 = ρ – z
a4 = p – z – i

. . . . . . . . . . 8)

Textabbildung Bd. 322, S. 770

und die Gesamteröffnung muß betragen

2)

Vergl. a. Z. d. V. d. I. 1967, S. 1384, Fig. 3.