Text-Bild-Ansicht Band 322

Bild:
<< vorherige Seite

gesagt, lautet die Formel zur Ermittlung des Zahlenwertes C

In dieser Formel ist der Gleitmodul G zunächst unbekannt.

Textabbildung Bd. 322, S. 812

Seine Bestimmung konnte nur durch Versuche herbeigeführt werden, und zwar geschah das in der Weise, daß zunächst der Elastizitätsmodul ermittelt wurde; sodann konnte man aus der Poissonschen Gleichung

den Gleitmodul finden. Zur Ermittlung des Elastizitätsmoduls wurde das einfache, hier genügend genaue Verfahren gewählt, daß der Stab auf zwei Stützen frei aufgelegt wurde und die Durchbiegung in der Mitte bei einer bestimmten Belastung gemessen wurde. Die Versuchseinrichtung selbst zeigt nebenstehende Skizze (Fig. 11). Auf einer starken I-Schiene, deren Auflageflächen genau abgehobelt waren, ruhten im festen Abstand von l = 400 mm die beiden Stützen A und B isoliert durch paraffiniertes Papier J, Schiene und Versuchsstab S lagen durchaus wagerecht, und in der Mitte wurde der Versuchsstab belastet, Das Aufsetzen des Belastungsgewichts geschah mittels einer Traverse T, oben war die Schneide eingesetzt und unten war ein Haken zur Aufnahme einer Gewichtsschale befestigt. Die Durchbiegung selbst wurde mit einer präzis arbeitenden Mikrometerschraube gemessen. Sobald Schraube und Stab sich berührten, war elektrischer Kontakt vorhanden, und ein Läutesignal ermöglichte eine genaue Einstellung und Ablesung. Auch hier wurden die jeweiligen Belastungszustände auf längere Zeit zum Zweck der Kontrolle elastischer Nachwirkungen beibehalten. Die Spalten „Nachkontrolle“ bezeichnen in der als Beispiel gegebenen Tab. 3 die Berücksichtigung dieser durchweg ganz minimalen Wirkungen.

Tabelle 3.

Stab I a 30/13,5 bearbeitet.

P
Durchbiegung y
Differenz
Δ

Δ mittel
Elektrizitäts-
modul
E
Zunehmende
Belastung
Nach-
kontrolle
Abnehmende
Belastung
Nach-
kontrolle
y mittel
Anfangs-
zustand
1,911 1,911 1,911 1,911 1,9110
2 kg 1,888 1,888 1,889 1,889 1,8885 0,0225
4 „ 1,866 1,866 1,866 1,866 1,8660 0,0225
6 „ 1,843 1,842 1,843 1,843 1,8428 0,0232
8 „ 1,821 1,821 1,821 1,821 1,8210 0,0218
10 „ 1,800 1,799 1,800 1,801 1,8000 0,0210 0,0224 19354
12 „ 1,778 1,777 1,778 1,778 1,7778 0,0222
14 „ 1,755 1,755 1,755 1,755 1,7550 0,0228
16 „ 1,733 1,732 1,731 1,732 1,7320 0,0230
18 „ 1,710 1,710 1,709 1,709 1,7095 0,0225
20 „ 1,687 1,688 1,687 1,687 1,6873 0,0222
2. Versuch
Anfangs-
zustand
1,902 1,902 1,901 1,901 1,9015
2 kg 1,879 1,879 1,878 1,878 1,8785 0,0230
4 „ 1,857 1,857 1,856 1,856 1,8565 0,0220
6 „ 1,833 1,833 1,833 1,833 1,8330 0,0235
8 „ 1,811 1,811 1,811 1,811 1,8110 0,0220
10 „ 1,789 1,789 1,789 1,789 1,7890 0,0220 0,02265 19268
12 „ 1,767 1,767 1,766 1,766 1,7665 0,0225
14 „ 1,744 1,744 1,742 1,742 1,7430 0,0235
16 „ 1,721 1,721 1,720 1,720 1,7205 0,0225
18 „ 1,698 1,697 1,697 1,697 1,6973 0,0232
20 „ 1,675 1,675 1,675 1,675 1,6750 0,0223

Spalte 1 dieser Tabellen zeigt wieder die Belastung, welche je nach Querschnittsgröße des Probestabes