Text-Bild-Ansicht Band 295

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Führung, dafür aber der Spindelstock eine von der Bahnabmessung abhängige Sicherheit der Auflage, in Folge dessen dem Spindelstocke nur eine Stellbewegung ertheilt wird, während bei einzelnen Ausführungen selbst von einer Drehverstellung des Schlittentisches abgesehen wird.

Textabbildung Bd. 295, S. 146

Abweichend von den bekannten Universalfräsemaschinen mit liegender Spindel im feststehenden Spindelstocke findet der Spindelantrieb in einfacher Weise mittels Schneckentriebwerk oder Stirnräder, die Schaltung mittels Reibungsgetriebe seine Lösung (vgl. D. p. J. 1892 285 * 128).

Textabbildung Bd. 295, S. 146

Bei den in Fig. 2 und 3 nach American Machinist, 1894 Bd. 17 Nr. 31 * S. 2 bezieh. Nr. 44 * S. 3, dargestellten Fräsemaschinen von Brown und Sharpe in Providence, Rhode Island, gleitet auf dem Gestellfusse a (Fig. 2 und 3) der Spindelstock b, in dessen oberem Lagerauge der Kniestab c festgeklemmt wird, während die in Lagerbüchsen laufende Hohlspindel d durch eine Ringmutter e am hinteren Ende gehalten wird. Der Fräserdorn f wird dagegen durch die Anzugschraube g in die Hohlspindel gezogen, wobei zwei Nasenstifte am vorderen Bund die Kuppelung mit der Spindel d besorgen. Auf dieselbe ist ferner das Schneckenrad h gekeilt, in welches eine dreigängige Schnecke i greift, deren Welle in einem Lagerkörper k läuft, der mittels Bund und Ringmutter l an den Augenrändern des Spindelstockes festgeklemmt wird. Nun ist noch eine dreiläufige Stufenscheibe m am rechten und eine Tellerscheibe n am linken Ende der Schneckenwelle aufgekeilt, durch welche der Haupt-, sowie der Schaltbetrieb der Maschine vermittelt wird, während durch die Kurbelwelle o mit endständigem Zahnstangengetriebe p die Stellbewegung des Spindelstockes b erleichtert wird.

Bei der Fräsemaschine (Fig. 4) von Lister und Co. in Keighley ist nach Engineering, 1892 Bd. 53 * S. 250, die Antriebscheibe parallel unter der Fräsespindel angeordnet, wobei die Uebertragung durch Stirnräder stattfindet. Ebenso ist das Reibungsgetriebe an der Stufenscheibe angesetzt, während Kettengetriebe zur Ueberleitung auf den Spindelstockschlitten und das Tisch werk angewendet sind.

Noch ist bei dieser Maschine die Anordnung einer Hilfsspindel bemerkenswerth, welche am oberen Auge im Stützstab ihre Lagerung findet.

H. Wohlenberg's doppelte Fräsemaschine.

Zur Bearbeitung von Trieb- und Kuppelstangen besonders eingerichtet, ist diese Fräsemaschine auch zu anderen Arbeiten gebrauchsfähig. Nach der Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure, 1888 Bd. 32 Nr. 33 * S. 753, sind an einer 3400 mm langen Wange a (Fig. 5 und 6) zwei wagerecht verschiebbare Seitenplatten b mit hochstellbarem Tischwinkel c vorgesehen, auf welchen das Werkstück zwischen Reitstöcken d in Körnern achsenrichtig festgespannt werden kann. Auf der Wange a sind ferner zwei selbständige, in der Theilausführung gleich starke, jedoch rechts- und linkshändig symmetrisch angeordnete Fräsewerke mit wagerechter Spindel f und oberer paralleler Stützstange auf längs verstellbaren Schlittenplatten e in winkelrechter Führung verschiebbar vorhanden. Von der Stufenscheibenwelle g erfolgt mittels Winkel- und Stirnräder h, die am Schlitten e lagern, durch eine Quer welle i mittels Stirnräder k der Antrieb der Fräsespindel f. Eine Querverschiebung des Fräselagers ist durch die zur Spindel parallel liegende Keilnuthwelle i, die sich durch die Nabe des Stirnrades h schiebt, ermöglicht. Ebenso ist die Einstellbewegung des Schlittens e sowohl durch das seitliche Griffrad m durch Vermittelung der in der Wange a lagernden Längswelle n zu erreichen, während die Einstellung des Fräselagers durch Vermittelung eines auf ein Zahn Stangengetriebe einwirkenden Schneckentriebwerkes nur durch das obere Griffrad m thunlich ist. Beschränkt ist der Selbstgang auf die beiden Schlitten e, welche durch