Text-Bild-Ansicht Band 311

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gerader Richtung bis zur Hinterradgabel fort, sondern geht, wie Fig. 7 zeigt, abwärts. Durch, diese Anordnung werden die von der Hinterradgabel auf den Rahmen übertragenen Stösse die Steifigkeit desselben nicht beeinträchtigen, und ist ein Durchfedern des Rahmens ausgeschlossen.

Textabbildung Bd. 311, S. 109
Textabbildung Bd. 311, S. 109

Der vom Sattel ausgehende gleichmässige Druck wirkt in der Richtung des Pfeiles c und hat das Bestreben, den Rahmen an der Endbasis auseinander zu treiben. Zugleich aber wirken die von der Hinterradachse ausgehenden Stösse in der Richtung d auf das Sattelstützrohr e, das seine Wirkung wieder an den vorderen Rahmen abgibt; diese äussert sich dann in dem Bemühen, das untere schräge Rahmenrohr aus seinen Verbindungen zu lösen. Durch Einsetzen des Rohres b verwandelt sich aber ein Teil der Zugkraft in Tragkraft, welche durch die dritte Hinterradstrebe beträchtlich vermehrt wird. Die einfache Fortsetzung des Verstärkungsrohres b in Fig. 6 vermag zwar die Steifigkeit des Sattelstützrohres zu erhöhen, wird aber zu sehr unter der, wenn auch geringen, Vibration der Hinterradgabel zu leiden haben. Anders dagegen ist es bei Fig. 7. Da verteilt sich der Druck c auf die beiden Hinterradgabelstreben und auf das Rahmenrohr b, wodurch Rohr f entlastet wird.

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Den Mittelweg zwischen diesen beiden Konstruktionen gehen Robinson und Price Ltd. in Liverpool dadurch, dass sie das Verstärkungsrohr b (Fig. 8) von der oberen Steuermuffe nach der Hinterradachse gehen lassen.

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In ähnlicher Weise hat die Raleigh Cycle Co. Ltd. in Nottingham die Verstärkung an ihrem Tandem (Fig. 9) angebracht, wodurch nicht nur eine schöne Form, sondern auch der Vorteil erzielt ist, dass dasselbe hinten wie vorn von einem Herrn oder einer Dame benutzt werden kann.

Die Rover Cycle Co. Ltd. in Coventry bringt an der Herrenmaschine hinter dem Tretkurbellager, zwischen dem Sattelstützrohr und der unteren Hinterradgabel, ein kleines Rohr b an. Bei der Damenmaschine Fig. 10 ist die Verstärkung dadurch noch erhöht, dass das Sattelstützrohr noch eine Strebe c erhält.

Bei dem Damenrad rahmen der New Premier Cycle Co. Ltd. in Coventry ist die Verstärkung, wie Fig. 11 zeigt, so angebracht, dass sie während der Fahrt nicht zu sehen ist. Trotz des gedrängten Baues ist teils durch diese Verstärkung erst ein weiterer Durchgangsraum für den Auf- und Abstieg erzielt und dennoch die Stabilität erhöht worden. Dieses ist dadurch erreicht, dass das Diagonalrohr nicht direkt auf das Tretkurbellager, sondern unter demselben endigt.

Bei dem Damenrad der Chinnocke Davis Cycle Co., Penge, S. E., (Fig. 12) kommen nur gerade Rohre zur Anwendung, was wohl die beste Versteifung ist. Hier sind dieselben Prinzipien massgebend gewesen wie bei der Konstruktion Fig. 7.

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Das Damenrad der Osmonds Ltd. (Fig. 13) hat zwischen dem gekröpften und dem unteren Diagonalrohre ein ziemlich wagerechtes Rohr eingeschoben. (Nach „Der deutsche Fahrradhändler und Fabrikant“ vom 8. Dezember 1898.)

Ein leichtes, auf möglichst kleinen Raum zusammengedrängtes Zweirad von R. F. Bartel in Bayonne, N. J., (U. S. P. Nr. 594773) zeigt Fig. 14. Die Anordnung ist so getroffen, dass die Hinterradgabel a am Steuerkopfe b verbunden