Text-Bild-Ansicht Band 316

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Textabbildung Bd. 316, S. 23

Auf den Deckelnaben der Einlassschieberspindeln frei bewegliche Schwingen g sind durch Stangen und Zwischenhebel mit einem Exzenter der Kurbelwelle verbunden. Jede Schwinge trägt einen Winkelhebel bd, ferner einen gekrümmten Hollenhebel c, der mittels der in Fig. 3 ersichtlichen Hebelverbindung vom Regulator eingestellt wird. Der als Klinke mit armierter Stahlplatte ausgebildete Arm b (aktiver Mitnehmer) des Winkelhebels bd erfasst bei seiner Drehbewegung den auf der Schieberspindel aufgekeilten, mit gehärteter Druckplatte versehenen Hebel a (passiver Mitnehmer) und nimmt denselben bezw. den betreffenden Einlassschieber so lange mit, bis der Arm d des genannten Winkelhebels mit der vom Regulator eingestellten Rolle des Hebels c zusammentrifft. Alsdann erfolgt die Auslösung und der Hebel a gelangt unter Mitwirkung eines Luftbuffers in seine Schlussstellung.

Textabbildung Bd. 316, S. 23

Letzterer besteht, wie Fig. 7 in grösserem Massstabe zeigt, aus zwei in einem Stück gegossenen Kolben A und B von ungleichem Durchmesser, die sich in entsprechenden Bohrungen C und D des zugehörigen Gehäuses bewegen.

Bei der Aufwärtsbewegung entsteht unter dem Kolben B eine Luftleere, wodurch, nach erfolgter Auslösung der Steuerung, eine schnelle Abwärtsbewegung beider Kolben herbeigeführt wird. Damit hierbei keine Stösse auftreten, verdichtet der Kolben A die unter ihm befindliche Luft, so dass diese gewissermassen ein Polster bildet. Da aber auch etwas Luft unter den Kolben B tritt, ist am Boden des kleinen Cylinders ein mit aufgenieteter Kupferscheibe armiertes Ventil F angeordnet, welches unter Wirkung einer mittels Schraube stellbaren Feder steht und, indem es sich bei der Abwärtsbewegung der Kolben öffnet, alle Luft austreten lässt.

Bei der Aufwärtsbewegung der Kolben legt sich dieses Ventil dicht gegen die untere abgeschrägte Fläche des kleinen Cylinders und verhütet jegliches Eindringen von Luft in diesen.

Der Lufthahn R dient dazu, die Abwärtsgeschwindigkeit der Kolben zu regeln.

Was die Genauigkeit der Ausführung anbelangt, so sind sämtliche Teile mit Benutzung von Kalibermassstäben gefertigt. Kurbelzapfen, Kurbeln, Hebel, wie auch das Schwungrad sind auf die betreffenden Wellen hydraulisch aufgezogen. Befestigungskeile sind nirgends verwendet. Alle Gelenkbolzen werden auf 2 bis 3 mm Tiefe gehärtet, nachdem auf genaues Mass abgeschliffen. Kurbel- und Kreuzkopfzapfen sind in Bronzeschalen gelagert, alle anderen Zapfen von Hartgussbüchsen umgeben. Die Kurbelwelle ruht in Schalen aus Weissmetall.

Besondere Sorgfalt ist auf die selbstthätige Schmierung der bewegten Teile verwendet. Diesen wird das nötige Schmiermaterial durch eine kleine Zentrifugalpumpe unter Druck zugeführt. Nach Benutzung wird das Oel filtriert und von neuem verwendet.

Die Cylinder werden durch Mollerup-Apparate geschmiert.

Der zur Maschine gehörige Generator ist mitsamt der Erregermaschine in Fig. 8 dargestellt. Es ist ein Dreiphasengenerator, der bei einer Leistung von 800 Kilo-Watt mit 50 Perioden in der Sekunde Strom von 250 Ampère für 2000 bis 2200 Volt liefert. Das auf der Kurbelwelle sitzende, gleichzeitig als Schwungrad dienende Magnetrad hat einen Durchmesser von 6,00 m bei 320 mm Breite und ist aus zwei Teilen zusammengesetzt; es wiegt 20200 kg, entsprechend einem Ungleichförmigkeitsgrad der Dampfmaschine von etwa 1/200. Die Gesamthöhe des Generators beträgt 7,265 m. Auf den Kranz des Schwungrades sind 64 aus Stahl gefertigte Magnetpole ovaler Form von je 200 qcm Querschnitt aufgesetzt.

Textabbildung Bd. 316, S. 23

Die Armatur besteht aus blankem Kupferband von