Text-Bild-Ansicht Band 316

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und in dieselbe nach Ablauf der 36 Stunden 8 Uhr morgens zurückkehrt, 28 Stunden, und muss die Kapazität der zur Verwendung gelangenden Akkumulatorenbatterien dieser Beleuchtungsdauer entsprechend bemessen werden. Um an Akkumulatorenzahl möglichst zu sparen, wird die Lampenspannung möglichst nieder zu nehmen sein, und sei dieselbe, einem Beispiele der Praxis folgend, mit 48 Volt angenommen. Bei einer Durchschnittsspannung von 2 Volt pro Zelle wird die Batterie in Berücksichtigung dessen, dass ein Teil der Spannung in den Leitungen verzehrt wird, welcher bei den geringen Leitungslängen hoch mit 2 Volt angenommen werden kann, aus 25 Zellen bestehen müssen.

Die Entladungsstromstärke wird

Ampère betragen müssen und hat demnach die Batterie eine Kapazität von 28 . 5,6 = 156,8 Ampère-Stunden zu besitzen. Hieraus sind die Anhaltspunkte für die Berechnung des Gewichtes der Akkumulatoren gewonnen. Da die Akkumulatoren im Interesse der guten Erhaltung nicht ganz entladen werden dürfen, muss deren Kapazität höher angenommen werden, und sei hierfür der Betrag von 200 Ampère-Stunden eingesetzt.

Textabbildung Bd. 316, S. 106

Das Gewicht einer derartigen in Ebonit eingebauten, aus 25 Zellen bestehenden Batterie kann inklusive Holzkasten, nach einem späteren Beispiele entnommenen Daten, hoch mit rund 950 kg angenommen werden.

Hierdurch sind nun auch die Grundlagen für die Berechnung der elektrischen Zentrale gegeben. Da 500 Wagen eingerichtet sind, und jeder derselben 36 Stunden läuft und ungefähr 12 Stunden in der Ausgangsstation ruht, ehe er zu neuer Verwendung herangezogen wird, gelangt jede dieser Wagenbatterien ungefähr nach 48 Stunden zur neuerlichen Ladung und müsste daher die Zentralstation für die Ladung von 250 Batterien innerhalb 24 Stunden bemessen werden. Da jedoch auch Reservebatterien in Bereitschaft gehalten werden müssen, um im Falle des Versagens einer dieser Batterien als Ersatz eingestellt werden zu können, sei eine Leistungsfähigkeit der Zentrale für die gleichzeitige Ladung von 300 Batterien innerhalb von 24 Stunden vorausgesetzt.

Der Wirkungsgrad der Akkumulatoren kann mit 65% der eingelieferten Energie bemessen werden und hat demnach die Leistungsfähigkeit der Generatormaschine +2% Zuschlag für Spannungsverluste in den Widerständen und Leitungen

Kilo Watt

zu betragen.

Um vollkommen sicher zu gehen, wird dieselbe jedochmit 175 Kilo-Watt anzulegen sein, sofern dieselbe nicht für andere Zwecke mit ausgenutzt werden soll.

Auf Grund dieser Daten lassen sich nunmehr auch die Anlage- und Betriebskosten ermitteln. Nach allgemeinen Erfahrungsdaten beziffern sich die Durchschnittskosten einer derartigen Generatorstation für obgedachte Leistung mit 1050 M. für das zu leistende Kilo-Watt, also insgesamt mit 183750 M., in welchem Betrag die Kosten für den Grunderwerb nicht inbegriffen sind.

Nimmt man nun die gesamten Baukosten der Zentrale inklusive Grund mit 200000 M. an und stellt einen ferneren Betrag für die Akkumulatorengerüste, die Transportwagen, den automatischen Batterieausschalter u.s.w. von 25000 M. ein, so betragen die Anlagekosten rund 225000 M.

Die Anzahl der benötigten Akkumulatorenbatterien beträgt für 500 Wagen, da die Sätze doppelt genommen werden müssen, weil ja immer eine Batterie sich in Ladung, die andere im Betriebe befindet, inklusive einer 10%igen Reserve in Summa 1100.

Die Kosten einer derartigen Batterie von 950 kg Gewicht betragen, den Preis pro Kilogramm derselben sehr hoch mit 2 M. pro Kilogramm angenommen, 1900 M. und daher insgesamt für 1100 Batterien 2090000 M.

Die Kosten der Einrichtung eines Wagens lassen sich mit 400 M. inklusive allem Zubehör pro Wagen schätzen und entfällt sonach für 500 Wagen ein Betrag von 200000 M. Die Gesamtanlagekosten beziffern sich sonach mit:

a) Zentrale 225000
b) Wagenbatterien 2090000
c) Wagenausrüstung 200000
––––––––
Summa 2515000 M.

Geht man nun zu der eigentlichen Betriebskostenberechnung über, welche erst einen Einblick in den ökonomischen Effekt gestattet, so muss vor allem darauf hingewiesen werden, dass die Beleuchtungsdauer mit der Jahreszeit zusammenhängt und daher innerhalb des Zeitraumes von einem Jahre erheblich schwankt. Es ist daher ein Durchschnitt zu finden, der am besten aus der kürzesten und längsten Beleuchtungsdauer ermittelt wird. Die maximale Beleuchtungsdauer eines Wagens innerhalb 48 Stunden wurde bereits mit 28 Stunden angegeben. In den Hochsommermonaten wird es genügen, wenn die Lampen von 8 Uhr abends bis 4 Uhr morgens brennen, was einer Beleuchtungsdauer von 16 Stunden innerhalb 48 Stunden pro Wagen entspricht. Demnach wird die durchschnittliche tägliche Beleuchtungsdauer eines Wagens

11 Stunden betragen.

Die Energiemenge, welche die Akkumulatoren für die