Text-Bild-Ansicht Band 316

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bildet einen Teil des Zwischenbehälters, der, da die Kurbeln entgegengesetzt gerichtet sind, nur ein geringes Volumen erfordert.

Textabbildung Bd. 316, S. 187

Die zum Niederdruckcylinder gehörigen Corliss-Schieber werden durch Lenkstangen einer Schwingscheibe, die ihren Antrieb von einem Exzenter der Schwungradwelle erhält, zwangläufig bewegt. Die Auslassschieber des Hochdruck-cylinders werden in gleicher Weise von einem zweiten Exzenter, die Einlassschieber dieses Cylinders durch eine von einem Pröll'schen Federregulator beherrschte Auslösesteuerung bethätigt, die ihre Bewegungen von einem dritten Exzenter der Schwungradwelle ableitet.

Der mittels Gelenkkette und konische Räder angetriebene, mit einem Oelkatarakt ausgerüstete Regulator ist auf einer senkrechten Spindel in etwa der halben Höhe zwischen der Schwungradwelle und den Schiebern angebracht.

Die Auslösevorrichtung des Hochdruckcylinders zeichnet sich durch grosse Einfachheit aus. Sie besteht für jeden Einlassschieber aus einer auf dem vom Exzenter bewegten Schwinghebel exzentrisch befestigten Klinke (aktiver Mitnehmer) mit gehärteter Stahlplatte, welch letztere mit einer ebensolchen Platte des auf der Schieberspindel befestigten passiven Mitnehmers in Eingriff kommt. Die Stahlplatte der Klinke ist über die Breite der Eingriffsplatte des passiven Mitnehmers hinaus verlängert und bildet mit ihrem abgeschrägten Ende eine Schneide, welche beim Zusammentreffen mit einer am Ende des vom Regulator eingestellten Hebels drehbar befestigten Rolle aus gehärtetem Stahl die Auslösung des aktiven Mitnehmers bewirkt, so dass der vordem geöffnete Schieber unter Mitwirkung eines Luftpuffers plötzlich in seine Schlussstellungzurückgelangt. Die Maschine arbeitet mit Dampf von 6 kg/qcm Spannung und einem im Kondensator herrschenden Vakuum von 66 cm Quecksilbersäule, welches im Cylinder – nach abgenommenen Indikatordiagrammen – 63 cm beträgt. Die Leistungen und der Dampfverbrauch der Maschine bei 75 minutlichen Umdrehungen und verschiedenen Füllungen im Hochdruckcylinder sind folgende:

Füllungsgrad 0,14 0,17 0,20 0,25 0,28
Indizierte Leistung in
Pferdestärken

810

925

1050

1250

1300
Bremsleistung in Pferde-
stärken

670

780

900

1100

1150
An den Klemmschrauben
gemessene elektrische
Leistung in Pferdestärken


592


698


834


1008


1061
in Kilo-Watt. 440 520 620 750 790
Dampfverbrauch in Kilo-
gramm
für 1 Kilo-Watt/Std. 11,75 11,40 11,00 11,25
für 1 PS/Std. (elektr.) 8,79 8,53 8,28 8,42
Textabbildung Bd. 316, S. 187

Eine Vergrösserung der Füllung über 0,25 des Kolbenhubes ist hiernach unökonomisch. Bei 0,25 Füllung erzielt man mit Vernachlässigung der Wirkungen der schädlichen Räume eine 10-fache Gesamtexpansion. Bei dieser Füllung entspricht der stündliche Dampfverbrauch von 8,23 kg für 1 PS (elektrisch) etwa 6,60 kg für 1 PSi/Std., was in Anbetracht, dass die Maschine mit gesättigtem, also nicht überhitztem Dampf gespeist wurde, als eine gute Leistung bezeichnet werden kann. Der mechanische Nutzeffekt von