Text-Bild-Ansicht Band 316

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beiden einander genau gegenüberstehenden Rollenstiften o1 und o2; auf der linken Seite von g sitzt in gleicher Weise das in Fig. 1 im Querschnitte dargestellte Schraubenrad h nebst der Scheibe p2 mit den beiden Rollenstiften n1 und n2. Im hohlen Innenraume der beiden Schraubenräder j und h sind nun je vier der Scheibe g zugekehrte, federnde Stifte vorhanden, während an g, rechts wie links, ebenfalls vier Daumen angegossen sind, derart, dass sich die Federstifte der beiden Schraubenräder wie Riegel vor die Daumen von g stellen, wenn e f eine bestimmte Bewegungsrichtung besitzt.

Textabbildung Bd. 316, S. 286

Was zuvörderst das Schraubenrad j anbelangt, so stemmen sich dessen Federstifte nur dann gegen die Daumen von g, sobald und so lange die Welle ef sich in der gewöhnlichen Richtung, d. i. für die Fahrt nach vorwärts, dreht, während bei der Drehung nach entgegengesetzter Richtung die genannten Daumen vermöge ihrer Abschrägung ohne weiteres die Federstifte von j zur Seite schieben und an denselben vorübergleiten. Genau dieselbe Anordnung ist für h getroffen, nur im verkehrten Sinne, so dass also dieses Schraubenrad samt der Stiftenscheibe p2 während der Fahrt nach vorwärts still steht, bei der Rückwärtsfahrt jedoch von g mitgenommen wird. Damit das Loskuppeln sozusagen augenblicklich vor sich geht und kein Weiterschleudern der Schraubenräder j oder h stattfinden kann, ist an jedem derselben eine seitlich angreifende, mittels einer Spannschraube leicht einstellbare kleine Backenbremse angebracht, deren Bremsklötzchen ausGaϊakholz besteht. Jedes der beiden Schraubenräder j und h (Fig. 1) greift in ein oberhalb desselben angebrachtes Schneckenrädchen m bezw. k ein, welches mit 20 Zähnen versehen ist, und an seiner vorstehenden Drehachse einen Daumenstift trägt, mit dem es auf einen federnden Hebelarm einwirkt, der durch ein Gelenksstängelchen mit dem Schwanzende des Hammerstieles r1 bezw. r2 in Verbindung steht. So oft also beispielsweise die von j angetriebene Schnecke m eine volle Umdrehung zurücklegt, wird der Hammer r1 einmal auf eine gewisse Höhe gehoben und sodann wieder losgelassen, wodurch er gegen die Schreibtrommel schlägt und auf dem Papiermantel derselben einen dreikantigen Punkt hervorbringt. Da nun m 20 Zähne besitzt, so entfällt also je ein Punkt des Schreibhammers r1 auf 20 entsprechend gerichtete Umdrehungen der Welle e f, d.h. die Entfernung eines solchen Punktes bis zum nächsten stellt 20 × 8 = 160 Radumdrehungen der Lokomotive dar, und zwar für die Fahrt nach vorwärts. Genau dieselbe Anordnung und dasselbe Verhältnis obwaltet auch bei dem Schreibhammer r2, nur dass die von ihm niedergeschriebenen, gleichfalls dreieckigen Punkte für die Fahrt nach rückwärts gelten. Wie die federnden Hebelzüge der Schreibhämmer r1 und r2, ebenso sind auch jene für r3 und r4 angeordnet, auf welche die Rollenstifte o1 und o2 bezw. n1 und n2 als Hebedaumen einwirken; r3 und r4 werden somit – ersterer bei der Fahrt nach vorwärts, letzterer bei der Rückwärtsfahrt – während jeder Umdrehung der Welle e f zweimal gegen die Schreibtrommel geschnellt, wobei jedesmal ein vierkantiger Punkt auf dem Papier erzeugt wird. Der Abstand zwischen je zweien solchen vierkantigen Punkten entspricht ersichtlichermassen je vier Radumdrehungen der Lokomotive oder, da der Durchmesser der Triebräder an den Schnellzugsmaschinen der Paris-Lyon-Mittelmeer-Eisenbahn 2 m beträgt, einer durchfahrenen Strecke von rund 25 m, während die Abstände der früher besprochenen dreikantigen