Text-Bild-Ansicht Band 316

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mittels Einsatzdorn k oder unmittelbar wie bei l angeordnet werden, wobei noch ein Unterstützungsböckchen m vorgesehen ist.

J. E. Reinecker's selbstthätiger Rundtisch.

Wird bei Ständerfräsemaschinen mit Kreuztischwerk (vgl. D. p. J. 1899, 312 * 172) ausnahmsweise ein Rundtisch gebraucht, so kann ein solches Hilfsmittel für eine Anzahl selbständiger Maschinen vorgesehen werden. Nach Fig. 15 und 16 besteht diese Hilfsvorrichtung aus einer Platte a mit Ringauflage b und einer Trichternabe c, in welcher mittels Anzugsschrauben ein Zwischenring d einsetzt, welcher am Zapfen f des Rundtisches g angeschlossen ist, wodurch jeder tote Gang beseitigt werden kann. An einer Ringleiste des Rundtisches ist der Schneckenkranz h angebracht, welcher durch die Schnecke i zu betreiben geht. Das Lager dieser Schneckenwelle ist behufs Ausrückung der Rundschaltung um den Zapfen k zum Schwingen eingerichtet, wird durch Gewichtszug nach auswärts zu drehen gesucht, während eine Hebelklinke l zur Lagersicherung während des Eingriffes dient. Wenn nun diese Klinke durch eine in der äusseren Nut des Rundtisches vorgesehene Anschlagknagge getroffen wird, so findet selbstthätige Abstellung des Rundbetriebes statt, was beim Rundfräsen von Augen und Hebelnaben von ungemeinem Vorteil ist. Damit aber bei fortlaufendem Rundtriebwerk m noch eine Handeinstellung durch n möglich werde, ist noch eine Zwischenkuppelung o vorhanden und in der Weise eingerichtet, dass das Winkelrädchen p mit langer Nabenhülse lose auf der Schneckenwelle i geht und durch Zahnkuppelung o erst die Verbindung mit i erhält, wozu ein Gabelhebel q vorhanden ist.

J. E. Reinecker's Parallelfräsemaschine.

Parallele Flächen werden durch gleichzeitiges Fräsen am genauesten hergestellt. Hierzu dient die in Fig. 17 bis 19 dargestellte Maschine mit Ständer a, festen Auslager b und Stützböckchen c, welches am Winkeltisch d sitzt, wodurchein starres Rahmensystem gebildet wird. An der Gleitbahn des Auslegers verschieben sich zwei Fräserschlitten, von 125 bis 500 mm Mittelentfernung gegen den 400 mm breiten und 1250 mm langen Tisch einstellbar, während allgemeine Hochstellungen durch den Winkeltisch d ermöglicht werden. Um nun feinere gegensätzliche Einstellungen der Fräsewerkzeuge in der Höhenlage zu erreichen, ist der rechtsseitige Spindelträger abweichend von dem inneren, an der Ständerseite befindlichen, ausgestaltet und mit Vertikalverstellung durch Handgriffschraube f versehen, wodurch das untere Spindellager g gegen das obere h Verschiebung erhalten kann. Dagegen ist das innere Spindelwerk einheitlich an den Schlitten i angeordnet, dessen Lagerausbildung ohne weitere Beschreibung aus der Querschnittsfigur 19 ersichtlich ist, wobei aber eine Stirnradnabenwelle h zwischengeschaltet ist. Gleichartige, übersetzende Winkelgetriebe l vermitteln den Antrieb der beiden Fräsespindeln m durch die Keilnutwelle n von Stufenscheiben o und p, wobei die Stufenscheibe q zur Verdoppelung der Umläufe vorgesehen ist.

Textabbildung Bd. 316, S. 361
Textabbildung Bd. 316, S. 361

(Fortsetzung folgt.)