Text-Bild-Ansicht Band 316

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n auf die 75 mm zu 105 mm starke Spindel o übertragen, in welcher mittels Differentialschraube p der 50 mm starke Fräserdorn g eingespannt ist. Vermöge einer im Lagerschlitten i vorgesehenen stellbaren Spurlagerbüchse q wird dem Fräserdorn durch Griffrad r Haltsicherheit gegeben, während zum bequemen Ausspannen des Fräserdornes g das schütten artig ausgebildete Lagerböckchen s ohne weiteres aus der Platte i herausgeschoben werden kann, wodurch ausserdem am einfachsten die durch die Arbeitswärme bedingte Längenänderung des Fräserdornes g berücksichtigt wird.

Textabbildung Bd. 316, S. 378

Ebenfalls von einem 350 minutlich umlaufenden Deckenvorgelege mit 80 mm Scheibenbreite, wird unmittelbar die Schaltung des Tischwerkes betrieben. Hierzu dient die fünfläufige Stufenscheibe t, welche durch ein eingekapseltes, ausrückbares Rädervorgelege, einen zehnfachen Geschwindigkeitswechsel ergibt. Mittels übersetzender Stirnräder ist die Welle u näher an die Bettung gerückt, wodurch eine Zwischenwelle erspart wird. Von dieser wird mittels Schwinglager der Arbeitsgang durch ein Schneckentrieb v und vermöge Zwischenstirnräder w der rasche Rücklaufgang des Tisches erreicht. Hierzu ist eine Zwischenwelle x erforderlich, weil sonst das grosse Schneckenrad v1 eine ebenso grosse Triebschraube z bedingen würde, was den Wirkungsgrad dieses Triebwerkes herabsetzen müsste. Aus diesem sehr triftigen Grunde wird mittels eines knapp bemessenen Stirnräderpaares y eine möglichste Annäherung an die Zahnstange z1, welche eigentlich eine lange Halbmutter ist, gefunden.

Diese ist in geschickter Weise an den kastenförmigen, die flachen Wangenleisten a übergreifenden Tisch f angeschlossen, während die Lagerplatten x1 und u1 als besonderes, selbständiges System in den Bettkasten a eingebaut werden, eine Konstruktion, die ebenso einfach als praktisch ist. Um nun beide Schaltbetriebe selbstthätig auszulösen, sind die beiden Schliesshakenhebela1 vorgesehen, welche die Lagerschwingen v und w in der Hochstellung erhalten.

Da nun ein gleichzeitiger Betrieb dieser beiden Gangarten unbedingt verhindert werden muss, so ist folgende sinnreiche Einrichtung getroffen: Die beiden Schliesshaken a1 sind nicht frei und unabhängig, sondern auf eine gemeinschaftliche Achse gekeilt. Da nun beim Einrücken des Betriebes das Einwärtsschwingen der Schliesshaken a1 erforderlich ist, dieses aber durch das alleinige Anheben eines der beiden Lagerschwingen unthunlich gemacht ist, so muss dasselbe mittels des mittleren Griffknopfes b1 erfolgen, wozu der Arbeiter eine Hand gebraucht. Da nun derselbe mit der anderen Hand eine der beiden Lagerschwingen heben muss, so wird die andere bereits vorher eingerückte Lagerschwinge in die Auslösestellung fallen müssen, sobald die Schliesshaken welle zurückgedreht wird. Es kann daher durch einen Arbeiter allein, niemals versehentlich ein gleichzeitiger, die Triebwerke unvermeidlich zerstörender Betrieb der beiden Gangarten eingestellt werden. Sind aber beide selbstthätigen Schaltbetriebe ausgerückt, so kann der Tisch durch Handbetrieb mittels der Griffkurbelwelle c1, welche mit der Zwischenwelle x durch Winkelräder d1 in Verbindung steht, nach Belieben angestellt werden. Um die durch den starken achsialen Schaltdruck bedingte Reibung zu ermässigen, sind Kugelspurringe an y eingeschaltet, die ausserdem noch durch ein achsial geführtes Oelrohr gefettet werden. Bemerkenswert ist noch die Benutzung der Führungsleisten f1 des Tisches f zur Anordnung der beiden Anschlagknaggen, welche den mittleren Griffhebel h1 treffen und dadurch sowohl den Schaltgang- als auch den Rücklauf hub des Tisches f begrenzen.

J. E. Reinecker's Antriebstufenscheibe mit übersetzendem Räderwerk für das Schaltwerk an Werkzeugmaschinen.

Textabbildung Bd. 316, S. 378

Diese an sich einfache und elegante Konstruktion der Antriebstufenscheibe für das Schaltwerk von Fräsemaschinen ist schon früher im D. p. J., 1899 312 * 171 und * 187 andeutungsweise vorgeführt worden. Weil sich deren Anwendung immer mehr einbürgert, so dürfte sich eine besondere Beschreibung rechtfertigen. In einem Gabellager a (Fig. 23) geht die Antriebwelle b, welche den erhaltenen