Text-Bild-Ansicht Band 316

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Effekt in beliebiger Weise, z.B. durch Vermittelung von Stirnräder c auf eine Steuerwelle d weiterleitet. Auf der Welle h läuft lose die Stufenscheibe f, an welcher, eine zweite Stütze bildend, die Schlussscheibe g angeschraubt ist, in deren Nabenbohrung ein Hülsengetriebe r mittels Federkeil sitzt. Am glatten Schenkel der Antriebwelle geht auch frei und lose eine Tellerscheibe k, an deren Einsatzbolzen h das Doppelrad l frei drehbar ist. Da nun das kleinere Rad in das auf der Welle gekeilte Rad m eingreift, so entsteht ein vier- bis fünffach übersetzendes Rädertriebwerk, sobald bei laufender Stufenscheibe f die Tellerscheibe k irgendwie festgehalten wird. Soll aber die Antriebwelle b mit der Umlaufszahl der Stufenscheibe sich drehen, so muss eine Verbindung der letzteren bezw. deren Schlussscheibe g mit der Tellerscheibe k stattfinden. Im vorliegenden Fall erfolgt diese Verkuppelung durch den konischen Ausrückstift n, welcher, freigelassen, unter der Einwirkung einer Feder in eines der Schlussscheibenlöcher einschlägt. Soll aber dieser Verschluss gelöst und dabei das Räderwerk wirksam sein, so wird der keilartige Gabelschieber p durch den Handhebel q gegen den an der Tellerscheibe befindlichen Knopf des Federstiftes n angestellt, wobei nicht nur derselbe zurückgezogen, sondern dabei auch zugleich die Tellerscheibe am Mitdrehen verhindert wird.

Textabbildung Bd. 316, S. 379

Dabei hat der im eingeschraubten Federgehäuse o geführte Stift einer Kraft zu widerstehen, welche dem Zahndrucke im Teilkreise des ersten Rades l annähernd gleicht, wie es die folgende Rechnung zeigt. Ist

T = k . b . s

die thätige tangentiale Riementriebkraft kg und

das Verhältnis zwischen Riemenlauf und Teilkreis des ersten Getriebes, so ist der Zahndruck darin

Ist ferner

das Zähnezahlverhältnis im Doppelrad l, wobei Z2 für das grosse Rad gilt, so wird der tangentiale Zahndruck im zweiten Rädersatz

sein, demnach der resultierende Zapfendruck

sein.

Ist endlich

das Verhältnis der radialen Entfernungen von Radzapfen zu Federstift, so folgt eine Kraft

welche der Federstift gegen Biegung zu widerstehen hat.

Textabbildung Bd. 316, S. 379