Text-Bild-Ansicht Band 316

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nun die beiden Stufenscheiben a diese Einstellbewegung mitmachen, so müssen die entsprechenden Stufenscheiben am Deckenvorgelege ebenfalls verlegt werden, was mit Hilfe von Schraubenspindeln erreicht wird. Winkelrecht zur Richtung der Fräserspindeln bewegt sich der Aufspanntisch g in den Bahnen einer am Bettkasten aufgeschraubten Platte h, in welcher eine Welle lagert, die eine kurze, zur Tischbewegung dienende Schraube i trägt, welche in das eingeschnittene Muttergewinde einer an die Tischunterseite angegossenen Mulde k eingreift. – Zur Handeinstellung des Tisches dient die Winkelradwelle mit end-seitigem Griffrad l bei ausgelöstem Schaltbetriebe. Dieser Schaltbetrieb wird von einer zweiläufigen Stufenscheibe des Deckenvorgeleges auf eine Zwischenwelle m übertragen, von der aus mittels Stufenscheiben n die Schneckenwelle o bethätigt wird. Um nun eine Lösung dieses Betriebes herbeizuführen, wird der Lagerbüchse p dieser Schneckenwelle o etwas Spiel zum Kippen gegeben, so dass beim Zurückschlagen des Klinkhebels q die Schnecke o den Eingriff mit dem Schneckenrade s verliert, welches durch kleine Stirnräder r mit der Schraubenwelle i in Verbindung steht. An der ersten Zwischenwelle m ist noch eine Schnurlaufscheibe t zum Betriebe der Druckpumpe für die Kühlflüssigkeit vorgesehen. Passende Teilköpfe u und Reitstöcke v vervollständigen diese Maschine, deren 350 mm grosse und 75 mm breite Antriebscheibedes Deckenvorgeleges mit 300 Minutenumdrehungen läuft.

Textabbildung Bd. 316, S. 399

(Fortsetzung folgt.)

Die nördliche Ringlinie der Pariser Metropolitanbahn.

Seit unseren letzten eingehenden Berichten über die Bauausführungen und Betriebseinrichtungen der Pariser Metropolitanbahn (vgl. D. P. J. 1900 315 8 und 549) ist die 10,663 km lange Hauptlinie Porte Maillot-Porte des Vincennes am 19. Juli, die 1,56 km lange Abzweigung Étoile-Trocadéro am 2. Oktober, und die 1,83 km lange Teilstrecke Porte Dauphine-Étoile am 13. Dezember 1900 dem öffentlichen Verkehr übergeben worden. Seit Februar 1901 hat man nun auch einen Teil des von der Metropolitangesellschaft errichteten Elektrizitätswerkes in Bercy fertig gestellt, so dass sich dasselbe bereits zur Hälfte an der Deckung des Strombedarfes für die Beleuchtungsanlagen und die Zugförderung der bisher eröffneten Linien beteiligt. Die finanziellen Erfolge der neuen Bahn und namentlich jener der Hauptlinie Porte Maillot-Porte des Vincennes waren überraschend günstig, denn vom 19. Julibis letzten Dezember 1900 wurden daselbst über 15 Millionen Personen befördert, wofür sich die Einnahmen auf 2600000 Frs. bezifferten. Besonders befriedigt der Umstand, dass auch seit dem Schlusse der Weltausstellung der Verkehr sich nicht abgeschwächt, sondern vielmehr stetig gehoben hat. Die durchschnittlichen Tageseinnahmen, welche verflossenen Jahres gegen Ende der Weltausstellung 16000 Frs. betrugen, sind im ersten Trimester laufenden Jahres auf 22000 Frs. gestiegen. Da alle Anzeichen eines gesunden wirtschaftlichen Gedeihens schon bald nach der Betriebseröffnung der ersten Strecke unverkennbar und vielversprechend zu Tage traten, fand sich die Verwaltung der Metropolitanbahn veranlasst, den Weiterbau der sogen. nördlichen Ringlinie B, d. i. die Fortsetzung des fertigen Flügels Porte Dauphin-Étoile bis zur Place de la Nation thunlichst zu beschleunigen. In der That sind die betreffenden