Text-Bild-Ansicht Band 316

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Teil nur einen wenig grösseren Radius hat, als der Abstand des Hebelendes h von der Mitte beträgt. In Fig. 21 ist der Beginn des Betriebes gedacht, bei welchem das Hebelende h so nahe am Körper k anliegt, dass sich die Platte f nicht öffnen kann. Sinkt dagegen die Glocke durch Gasverbrauch so weit, dass der Zwischenboden i auf h trifft, so öffnet sich die Platte f und der Punkt h tritt in den Raum zwischen i und der oberen Begrenzung von k. Durch nunmehriges Herausfallen von Karbid wird Gas entwickelt, die Glocke hebt sich sofort, h wird durch die Kante von k nach der Mitte gedrängt und die Platte verschliesst die Oeffnung. Der Karbidbehälter a kann in der Weise ausgeführt werden, dass er durch die Glocke hindurchtritt, was ein Nachfüllen während des Betriebes ermöglicht.

Textabbildung Bd. 316, S. 432

Ungeachtet aller Sicherungen an den Verschlüssen für Grubenlampen verhindern dieselben dennoch nicht vollständig das Oeffnen der Lampen durch die Arbeiter, was besonders bei Acetylenlampen um so gefährlicher wird. Durch die Verschlussvorrichtung für Acetylengrubenlampen von Grümer und Grimberg in Bochum (D. R. P. Nr. 110375) wird nun der Gefahr der Entzündung schlagender Wetter beim Oeffnen der Lampe in der Weise vorgebeugt, dass bei Oeffnungsversuchen ein Abschneiden der Gaszufuhr zum Brenner erfolgt, wodurch das sofortige Erlöschen der Flamme eintritt. Die Konstruktion der Lampe ist folgende: Nachdem der Drahtkorb und das Glas a1 in das Gestell eingesetzt worden sind, wird der Karbidbehälter a (Fig. 22) derart geradlinig in das Gestell hineingeschoben, dass der Wasserablaufstutzen c in den am Deckel des Karbidbehälters vorgesehenen, durchbohrten Stutzen e eingreift. Durch die im Behälterdeckel angebrachte Rinne a2 gelangt dann das Wasser in den Behälter g, aus welchem es auf irgend eine Weise mit dem Karbid in Berührung gebracht wird. Durch einen über den unteren Teil des Karbidbehälters geschobenen Gewindering h, welcher mit den Trägerstangen d verbunden ist, und durch eine profilierte Mutter i angezogen werden kann, wird der Lichtraum dicht abgeschlossen. Der Karbidbehälter wird durch den Bodenteil k, welcher über die Teile h und i hinweggreift, geöffnet und geschlossen und ist ausserdem noch ein Magnetverschluss gegen mutwilliges Oeffnen vorgesehen. Wird nun die Lampe Fig. 23. dennoch geöffnet, um zu dem Lichtraum der Lampe zu gelangen, so muss notwendigerweise der Boden k herausgeschraubt werden, wodurch jedoch das sämtliche in a befindliche Gas entweicht und das Karbid herausfällt, eine weitere Gasentwickelung also sofort aufhört. In den Lichtraum kann man aber erst nach weiterer Entfernung der Teile i und h gelangen, worauf der Karbidbehälter von dem Gestell der Lampe abgenommen werden kann.

Textabbildung Bd. 316, S. 432

Es sind bereits Acetylenentwickler bekannt, bei denen das mit Karbid und Wasser gefüllte Gefäss zum Zweck der Gasentwickelung umgeklappt werden muss, in welcherStellung sich das Wasser über das Karbid ergiesst. Bei diesen Vorrichtungen blieb jedoch Luft in dem Gefässe eingeschlossen, durch welche die Brennkraft des Gases beeinträchtigt wurde. Dies zu verhindern ist Zweck des Acetylenentwicklers von L. Hermsdorf in Chemnitz (D. R. P. Nr. 110428), dessen eine Ausführungsform Fig. 23 veranschaulicht.

Eine mit einem gasdichten Deckel x verschlossene Platte h ist mittels eines Hahnes k an das Verbrauchsrohr angeschlossen, welcher zugleich als Scharnier dient, um die Flasche in der Pfeilrichtung y umzuklappen und ihr Inneres mit der Rohrleitung in Verbindung zu bringen. Eine Wand m teilt die Flasche in zwei Kammern, von denen die dem Hahn näher liegende mit Wasser, die andere mit einer Karbidpatrone gefüllt ist. Die die beiden Kammern verbindende Oeffnung wird in der stehenden Lage durch eine Ventilkugel n verschlossen. Ausserdem ist noch eine Einrichtung angeordnet, um das Anziehen von Feuchtigkeit des Karbids zu verhindern und die eingeschlossene Luft vor Beginn der Gasentwickelung zu entfernen.

Textabbildung Bd. 316, S. 432

Hierzu ist in dem Karbidraume ein Röhrchen a angeordnet, welches in einer kleinen Ventilkammer r endet. So lange die Flasche aufrecht steht, liegt eine Ventilkugel c neben der Oeffnung des Röhrchens a und können die im Karbidraume sich bildenden geringen Gase durch eine Oeffnung d im Deckel der Ventilkammer entweichen. Das Röhrchen a reicht bis zur tiefsten Stelle des Karbidraumes, wodurch die etwas schwerere Luft zuerst entweicht und der ganze Hohlraum unter der Karbidpatrone nur mit Acetylen angefüllt ist. Beim Umdrehen der Flasche fällt die Kugel c herab und verdeckt die Oeffnung d. In demselben Augenblicke fällt aber auch die Ventilkugel n von ihrem Sitze, das Wasser ergiesst sich über das Karbid und es findet eine sofortige rasche Gasentwickelung statt, welche durch den Hahn k abgeleitet wird.

Bei dem Acetylenentwickler der Chemischen Fabrik Falkenberg in Grünau (D. R. P. Nr. 110472) wird die Karbidzuführung zum Wasser durch den Druck des entwickelten Gases geregelt und eine gleichmässige, von den sich entwickelnden Wasserdämpfen nicht störend beeinflusste Acetylenentwickelung erzielt.

Die Gasentwickelung findet in dem Wasserbehälter a