Text-Bild-Ansicht Band 316

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brennenden Gegenstände werden in der Abteilung IV eingesetzt. Dann wird die Tafel a so weit gedreht, dass das Brenngut in den Vorwärmraum I eintritt. Nun schliesst man die Thüren g. Nach einiger Zeit, wenn die Vorwärmung stattgefunden hat, wird eine neue Beschickung auf die Tafel gesetzt und weiter gedreht. Dadurch kommt die erste Beschickung in eine heissere Zone des Vorwärmraums und die zweite an die bisherige Stelle des ersten. In dieser Weise wird mit der Drehung der Tafel und dem Einsetzen neuer Ware fortgefahren. Die Gegenstände gelangen dadurch nacheinander in den Brenn- und den Abkühlungsraum. Natürlich müssen die Längen der drei Abteilungen des Ofens in einem solchen Verhältnisse zu einander stehen, dass die Gegenstände in jeder eine angemessene Zeit verweilen können.

Textabbildung Bd. 316, S. 446
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Die Beheizung des Ofens erfolgt durch eine eigentümliche Regenerativgasfeuerung. Die Gaserzeuger werden wie gewöhnlich in Gruppen von zwei oder vier gebaut. Die Kohlen werden durch eine Oeffnung h, welche sich in der Mitte des Gewölbes nahe der Hinterwand befindet, auf eine kegelförmige Fläche i geschüttet. Letztere verteilt die Kohlen gleichmässig über die Rostfläche. Die Kegelfläche i ist aus Mauerwerk oder Eisen hergestellt. Ist sie aus Eisenblech gefertigt, dann befestigt man sie mittels der Haken k an der Mauer, so dass sie leicht entfernt und erneuert werden kann. Im übrigen haben die Gaserzeuger die gewöhnliche Form eines viereckigen Schachtes, der unmittelbar über dem -Hoste etwas eingezogen ist.

Die vier Regeneratorkammern rrr1r1 liegen nicht unmittelbar zusammen wie in den gewöhnlichen Regenerativgasöfen, sondern werden in zwei Gruppen von je einem Luft- und einem Gasregenerator gebaut und nehmen, wie aus Fig. 23 hervorgeht, die Wechselklappen zwischen sich auf.

Bei einer anderen Ausführungsart ringförmiger Kanalöfen ist der Herd mit der inneren Ringwand fest verbunden und dreht sich mit ihr an der äusseren Ringwand vorbei. Es handelt sich um eine neue Konstruktion von H. Sturm zu Paris. In den beigegebenen Figuren ist der Ofen in drei Ausführungsformen zur Darstellung gebracht, und zwar bedeutet Fig. 31 den senkrechten Schnitt eines Ofens mit einer Herdplatte, die auf einem Spurzapfen ruht, nach Linie AZB der Fig. 33, Fig. 32 einen senkrechten Schnitt nach Linie CD der Fig. 33 durch den Heizraum, Fig. 33 eine Oberansicht des Ofens, teilweise im Schnitt, wobei letzterer durch verschiedene Ebenen geht. Die Teile zwischen den Radien KL und MP, RS und TU stellen die Oberansicht dar, der Teil zwischen den Radien MP und HS einen wagerechten Schnitt nach Linie NO der Fig. 32, der Teil zwischen den Radien TU und VX einen wagerechten Schnitt nach Linie IJ der Fig. 31, der Teil zwischen den Radien VX und QY einen wagerechten Schnitt nach Linie GH der Fig. 31, und endlich der Teil zwischen den Radien QY und KL einen Schnitt nach Linie HF der Fig. 31.

Textabbildung Bd. 316, S. 446
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