Text-Bild-Ansicht Band 316

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Fig. 34 ist ein senkrechter Schnitt nach Linie A1Z1B1 der Fig. 35 eines Ofens gleicher Bauart, dessen Herdplatte aber auf konischen Rollen ruht. Fig. 35 ist die Oberansicht dazu, teilweise im Schnitt, wobei letzterer wieder durch verschiedene Ebenen geht. Der Teil zwischen den Rollen K1Z1 und M1Z1 ist eine Oberansicht des Ofens, wobei die querlaufenden Stützbalken fortgenommen gedacht sind, der Teil zwischen den Rollen K1Z1 und T1Z1 ein wagerechter Schnitt nach Linie C2D2 der Fig. 34, der Teil zwischen den Radien H1S1 und Z1B1 ein wagerechter Schnitt nach Linie A2B2 derselben Figur, der Teil zwischen den Radien H1S1 und Z1B1 ein wagerechter Schnitt nach Linie C2D2 der Fig. 34, der Teil zwischen den Radien Z1B1 und Z1L1 ein wagerechter Schnitt unmittelbar über den Laufrollen, und endlich der Teil zwischen den Radien Z1T1 und Z1L1 ein Horizontalschnitt nach Linie E2F2 der Fig. 35. Fig. 36 ist ein senkrechter Schnitt des Ofens nach Linie P1Z1 der Fig. 35. Fig. 37 stellt eine Einzelansicht (in vergrössertem Massstabe) der inneren beweglichen senkrechten Wand des drehbaren Herdes dar.

Textabbildung Bd. 316, S. 447

Die Fig. 38 und 39 zeigen in einem senkrechten Schnitt und einem Querschnitt in verschiedenen Ebenen wie vorhin eine dritte Ausführungsform des Ofens als Muffelofen, bei welchem der bewegliche Herd auf gewöhnlichen cylindrischen Rollen gelagert ist.

Der neue Ofen besitzt in der feststehenden Schachtwand 11 die Feuerung 17. Das Brenngut befindet sich auf der drehbaren Herdplatte 1, die mit der inneren Wand 2 fest verbunden ist und sich mit einem genügenden Spielraum gegen die feststehende Aussenwand 11 bewegen kann. Die Decke 3 kann entweder beweglich sein, wie in den Fig. 31 und 32, und in diesem Falle mit der beweglichen Innenwand 2 ein Ganzes bilden, oder sie kann feststehen, wie in den Fig. 34, 36 und 38, und dann mit der äusseren Wand 11 ein Ganzes bilden. Die Abdichtung erfolgt durch die Sandverschlüsse 1213. Die Sandrinnen sind entweder mit dem beweglichen Herde 1 2 oder mit der feststehenden Schachtwand 11 des Ofens, und die entsprechenden Abschlusswände 14 15 dann entweder mit der festen Wand oder mit der Herdplatte verbunden.

Die Herdplatte 1 des Ofens kann hohl sein, und die Höhlung zur Durchführung der Brenngase dienen (Fig. 32 und 34). Der Erfinder hat unterhalb dieser Zugkanäle noch einen Hohlraum 19 angelegt, der mit der Aussenluft durch Oeffnungen 20 in Verbindung steht. In diesen Hohlraum wird ungelöschter Kalk oder ein anderes hygroskopisches Material gebracht, um die Schwaden zu binden, die sichaus der frischen Ware entwickeln. Dieses Material soll nach jedem Durchgange durch die heisse Zone des Ofens sein Hydratwasser wieder verlieren. Der Erfolg erscheint aber zweifelhaft.

Textabbildung Bd. 316, S. 447

Um Veränderungen der feuerbeständigen inneren Futterwand 2 zu verhüten, und ihre freie Ausdehnung zu ermöglichen, stellt man sie vorteilhaft aus Ziegelsteinen (sichtbar im wagerechten Schnitt Fig. 33 nach Linie EF der Fig. 37) her, die mit Feder und Nut ineinander gesetzt und ohne Bindemittel und nicht zu dicht zusammengefügt sind. Falls zwei Futtermauern 2 und 25, eine innere und eine äussere, vorhanden sind, wie dies in den Fig. 31 bis 33 dargestellt ist, empfiehlt es sich, sie aus demselben Grunde nicht miteinander zu verbinden.