Text-Bild-Ansicht Band 316

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bethätigt, eine stehende Seitenwelle ab, von welcher Stirnräder q die mittelrichtig stehende Trommelwelle r treiben. Der senkrechten Hubbewegung des Schleifradschlittens gemäss ist die auf r sitzende Blechtrommel entsprechend lang bemessen, so dass der durch eine Fensteröffnung des Schlittens geführte Antriebriemen von der Spindelrolle s bequem mitgenommen wird.

Textabbildung Bd. 316, S. 482

Eine Regelung der Riemenspannung, welche bei grösster Seitenstellung der Schleifradspindel erforderlich sein könnte, ist nicht vorgesehen, so dass die Sicherheit des Hauptbetriebes von der Elastizität des Riemenbandes abhängig bleibt, was in den meisten Fällen auch genügt. – Da beim Rundhohlschleifen nur dieScheitelstelle des Schleifrades in Berührung mit der Lochseite des kreisenden Werkstückes tritt, so ist in Richtung der Lochtiefe noch eine senkrechte periodisch verlaufende Hubbewegung erforderlich, wodurch aus der Wechselwirkung dieser beiden Bewegungen schraubenförmige Schleiflinien entstehen. In diesem Schlittenhubbetriebe muss ein Wendetriebwerk eingeschaltet sein, welches die Bethätigung von einem Stellwerk des Schlittens c erhält.

Von der Welle r wird durch ein Schneckenradwerk t (Fig. 77, 81 und 82) das Kegelradwendetrieb werk u, von dessen Welle durch Winkelräder v eine zweite Schneckenwelle w und damit sowohl die Handradwelle x als auch durch Stirnräder y bei Vermittelung einer Zwischenwelle die im Schlitten c eingesetzte Zahnstange s betrieben. Flache Deckleisten sichern die Führung des Schlittens c, auf dessen Querbahn der Lagerschlitten d geführt und durch Schraubenspindel a1 eingestellt wird. Da nun mit dieser Schraubenspindel a1 die genaueste Einstellung des Schleifrades auf den verlangten Durchmesser der auszuschleifenden Bohrung des Werkstückes durchführbar sein muss, so wird trotz der abnehmenden Grösse der Schleifscheibe eine Nachstellung auf vorbestimmte Massgrösse notwendig sein. Dies erfolgt durch die geteilte Griffscheibe b1, welche auf ein Schneckenrad c1 einwirkt, welches vermöge einer Reibungskuppelung d1, die durch den Griffknöpf f1 eingerückt wird, an die Schraubenspindel a1 ihren Anschluss findet.

Textabbildung Bd. 316, S. 482

An der Rückseite des rechten Querbahnflügels sind in einer Spannut zwei Anschlagbügel g1 stellbar, welche auf eine Hebelwelle h1 wirken, durch die der achsiale Keilstab i1 verschoben wird, womit der Kuppelungsmuff u1 des Wendetriebwerks u die Umkehrbewegung einleitet. Zur sicheren selbstthätigen Umsteuerung dient ein federnder Sattelkniehebel k1 (Fig. 82), welcher unmittelbar auf die Hebel welle h1 wirkt und an einen festen Zapfen h2 des Wellenlagers von h1 sich stützt.

Besondere Sorgfalt ist der Ausgestaltung der im Lagerstück d eingebauten Spindelhälfte f zugewendet, wobei geschlitzte Klemmlageraugen zur Anwendung kommen. Um die Schleifradspindel l1 von jeder Seitenkraft zu befreien,