Text-Bild-Ansicht Band 316

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Differenzenkurve 3 – 4 ist. Die Ordinaten dieser Kurve geben mithin die Differenzen d, d1, d' und d1' an.

Es empfiehlt sich, die Kurven 1 – 2, 1' – 2, 3 – 4, 5 – 6 und 7 – 8 genau auf Karton zu verzeichnen. Der Massstab ist beliebig, je grösser, desto besser. Die zu untersuchenden Diagramme werden auf Pauspapier- oder Leinwand gezeichnet, so auf den Karton gelegt, dass die Anfangsordinaten des Diagramms und des Kartons und die atmosphärische Linie des ersteren sich mit der Geraden a – 5 des letzteren genau deckt. Darauf kann die Bearbeitung auf graphischem Wege erfolgen.

Textabbildung Bd. 316, S. 505
Textabbildung Bd. 316, S. 505

Soll z.B. der Exponent „ne“ der Expansion von A bis B (Fig. 2) festgestellt werden, so geschieht dieses in folgender Weise:

Textabbildung Bd. 316, S. 505

Man zieht A – s und B – t, dann ist m – n = log p2 – log p3 = 7 – q und o – t = log p2 – log p'x = 7 – r. log p'x – log p3 = 5 –ω wird von 5 aus auf a – 5 abgetragen. Auf der Senkrechten in 5 trägt man die Strecken

(d – p) + (q – u) ÷ (r – v) = log v – log vx + d' – d1'

ab. Durch Ziehen der entsprechenden Senkrechten und Wagerechten wird der Punkt β ermittelt. In gleicher Weise legt man die Punkte γδεζη und ϑ fest. Wenn „ne“ konstant ist, liegen alle diese Punkte auf einer Geradendurch den Punkt 5. Allgemein wird dieses aber nicht der Fall sein; man hat deshalb eine Gerade durch 5 so zu ziehen, dass die gefundenen Punkte möglichst wenig und möglichst nach beiden Seiten gleichmässig abweichen. Die trigonometrische Tangente des von dieser Geraden und der Senkrechten durch den Punkt 5 eingeschlossenen Winkels a ist der berechnete Mittelwert des Exponenten ne. Diesen Wert verbessert man nach Massgabe der Tabelle III. Die korrigierten „n“-Werte kann man vorteilhaft gleich auf den Karton abtragen, so dass sich der thatsächliche Wert von ne ohne weiteres durch Ziehen der entsprechenden Geraden durch Punkt 5 ergibt (Fig. 2). Sollte die Entzündungslinie so schräg aufsteigen, dass das Expansionsvolumen kleiner wird als

, so ist die Kurve 1' – 2 abermals um 1 Intervall
weiter nach rechts zu verschieben. Das Expansionsvolumen wird alsdann in acht gleiche Teile geteilt.

In die Originaldiagramme werden bei diesem Verfahren nur die zur Umzeichnung nötigen Ordinaten eingetragen (event. kann man diese auch durch Zirkelstiche markieren), sonst aber keinerlei Linien. Die Diagramme behalten also ihre ursprüngliche Klarheit. Das ist wichtig, denn ein Diagramm ist gewissermassen eine Urkunde, die über die sich im Inneren der Maschine abspielenden Vorgänge Aufschluss gibt; es sollte also stets von allen Eintragungen, die seine Klarheit und Uebersichtlichkeit beeinträchtigen, verschont bleiben.

Beim Indizieren von Explosionsmaschinen ist eine zweckmässige Auswahl des Indikators' von besonderer Wichtigkeit. Das Gewicht des Schreibzeugs muss so gering wie irgend möglich sein, dabei aber eine bedeutende Festigkeit besitzen. Besonders Maschinen, die mit hohen Kompressionsgraden arbeiten, sollten nur mit Spezialinstrumenten indiziert werden. Ein verhältnismässig schweres Indikatorgestänge ergibt für den Hubanfang eine Expansionslinie, die sehr bedeutend von der thatsächlichen abweicht; die Werte von „ne“ werden anfangs zu gross. Diese Thatsache kann man öfters beobachten. Die Spezialindikatoren von Crosby dürften wegen ihrer eigenartigen Geradführung, der besonderen Konstruktion der Feder und des damit erreichten geringen Gestängegewichtes vor anderen Instrumenten