Text-Bild-Ansicht Band 316

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eine Platte P mit Oeffnungen O, über welchen sich der Fülltrichter erhebt. Die Oeffnungen können durch einen Schieber s verschlossen werden. Das Brennmaterial fällt durch sie auf den mit Rollen L versehenen Beschickungswagen B. Die Welle E, auf welcher die Rollen festsitzen, ist von sternförmigem Querschnitt. Um sie herum legen sich die Seiten wände m des Wagens (Fig. 53). Entsprechend den Oeffnungen O ist der Wagen durch Bleche b in mehrere, hier fünf Abteilungen geteilt.

Textabbildung Bd. 316, S. 573

Der gefüllte Wagen wird durch die Stange u auf den Laufschienen R vorgeschoben. Dabei dreht sich die Wellet und verteilt vermöge ihrer sternförmigen Gestalt die Kohle gleichmässig über den Rost X. Damit auch grössere Kohlenstücke durchfallen können, sind die Wände m um Stäbe d drehbar. Durch die Gewichte g und die Anschläge f werden sie stets wieder an die Welle E angelegt.

Damit nicht schon auf der vorderen Platte Kohlen gestreut werden, sind hinter den Rollen L die grösseren Rollen M angebracht, welche auf den Schienen r laufen und dadurch eine Bewegung der Rollen L und damit auch der Welle E ausschliessen.

Die Laufschienen sind hohl ausgebildet und mit Oeffnungen für den Durchtritt von Luft versehen, um der Hitze widerstehen zu können.

Hofmann hat die Vorrichtung später noch wesentlich verbessert, indem er Angaben zur mechanischen Bewegung des Wagens lieferte.

Fig. 54 zeigt die Vorderansicht einer derartigen Anlage, Fig. 55 einen Querschnitt durch den vorderen Teil der Feuerung, Mg. 56 einen Grundriss derselben, Fig. 57 einen Schnitt durch die Spindelmutter nach der Linie AB der Fig. 55, Fig. 58 die Ansicht und einen teilweisen Schnitt des Zahnrädervorgeleges zum Betriebe der Füllvorrichtung, Fig. 59 eine Seitenansicht des Vorgeleges mit dem Antrieb für die Walze im Fülltrichter, Fig. 60 eine Seitenansicht der Umschaltevorrichtung für die Rostbeschickung und Fig. 60a einen Grundriss der Umschaltevorrichtung mit Angabe der äussersten Wagenstellung (punktierte Linie).

Mit dem Rostbeschickungswagen 44 im Kasten 43 ist die Schraubenspindel 2, über welche eine zweite Spindel 3 von entgegengesetzter Steigung geführt ist, fest verbunden. Das Lager 4 dient zur Aufnahme der durch Schrauben festgehaltenen Mutter 5 für die durch das Zahnrad 6 angetriebene Spindel 3. Zur Befestigung des Zahnrads 6 auf der Spindel 3 gleitet der Keil 7 in einer über die ganze Spindel sich erstreckenden Nut 8 (Fig. 57). Zahnrad 6 Wird von Zahnrad 9 angetrieben, welches mit einem Kegelrad 10 fest verbunden ist. Kegelrad 10 steht in Eingriff mit dem auf der Welle 13 angeordneten Kegelräderpaar 11 12, von denen Rad 12 fest, Rad 11 lose auf der Welle sitzt. Aufder Welle befinden sich ferner drei Riemenscheiben 14 15 16, welche durch ein besonderes Vorgelege angetrieben werden. Die Scheibe 14 ist mit dem Kegelrad 11, die Scheibe 16 mit der Welle 13 fest verbunden, Scheibe 15 sitzt lose auf der Welle. Zur Lagerung der Welle 13 dienen die Wangen 17. Zwischen letzteren ist der Schüttkasten 45 angebracht. An die in ihm liegende Sternwalze 19 (Fig. 55) schliesst sich durch Federdruck die Klappe 20 an. Ausserhalb der Wangen 17 ist eine auf der Welle 13 befestigte, innen verzahnte und zum Teil ausgesparte Scheibe 21 angeordnet (Fig. 58), welche ihre Bewegung durch Zahnräder 22 23 24 von der Stufenscheibe 25 aus empfängt. Das Zahnrad 26 der Sternwalze 19 (Fig. 59) greift in ein Rad 27 ein, welches auf einem um die Achse der Walze 19 drehbaren Hebel 28 sitzt. Letzterer endigt in eine Gleitrolle 29, welche auf dem Umfange der Scheibe 21 lauft, und wird mittels einer Feder an die Scheibe 21 gedrückt.

Das Vor- und Rückwärtsgehen des Wagens 44 wird durch einen Ausrücker (Fig. 60 und 60a) geregelt. Im Arm 30 ist eine Achse 31 gelagert, an welcher ein die Riemengabel leitender Bügel 33, sowie der durch eine Kette 34 von dem lose auf der Welle der Stufenscheibe 25. sitzenden Arm 35 aus bewegte Hebel 36 angeordnet sind. Die Hülse 27 ist mit einem durch eine Feder nach aussen gedrückten Gabelbolzen ausgestattet, der, mit einer am Lineal 38 gleitenden Rolle versehen, das Ueberleiten des Riemens von Scheibe zu Scheibe sichert.

Textabbildung Bd. 316, S. 573
Textabbildung Bd. 316, S. 573
Textabbildung Bd. 316, S. 573
Textabbildung Bd. 316, S. 573
Textabbildung Bd. 316, S. 573
Textabbildung Bd. 316, S. 573
Textabbildung Bd. 316, S. 573
Textabbildung Bd. 316, S. 573

Sobald die Rolle 29 in die Aussparung 39 der Scheibe 21 gelangt, kommt das Rad 27 in Eingriff mit dem Rade 23 und bewirkt durch Drehung der Walze 19 das Füllen des Wagens 44 mit Brennstoff. Darauf kommt Rad 27 durch Auflaufen der Rolle 29 auf den Umfang der Scheibe 21 ausser Eingriff mit dem Rad 22, die Walze 19 steht still, und der Fülltrichter wird durch die Klappe 20 abgesperrt. Inzwischen wird der Ausrücker durch Anlauf eines an der Innenseite der Scheibe 21 vorgesehenen Stiftes 40 (Fig. 58 und 59) am Arm 35 vermittelst der Kette 34 so weit gedreht,