Text-Bild-Ansicht Band 316

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schräg angeordnet und in zwei Arme geteilt, so dass aus dem oberen Kanal das Gas aufsteigen kann, während aus dem unteren stets frisches Wasser zufliesst.

Textabbildung Bd. 316, S. 609

Der Apparat (Fig. 30) besteht aus einem mittels eines Rohrs mit dem Gassammler verbundenen Wasserbehälter, welch letzterer mit einem Hahn d versehen ist, dessen Verbindungsrohr d1 schräg am Wasserbehälter befestigt ist und aus zwei Kanälen e und f besteht, die durch die Zwischenwand g voneinander getrennt sind. Das Hahngehäuse d hat gegenüber den beiden Kanälen zwei Oeffnungen und eine an der entgegengesetzten Seite. Durch das Küken h wird beim Drehen eine der Oeffnungen geschlossen und die andere geöffnet. Ist die eine Oeffnung h1 geöffnet, so tritt das Karbid in das Küken h ein, während bei einer Drehung um 180° die hintere Oeffnung geschlossen und das Wasser durch die Kanäle e und f zum Karbid eintritt. Das entwickelte Karbid gelangt dann durch den oberen Kanal f in den Wasserbehälter und von dort in den Gassammler. Das aufsteigende warme Wasser wird durch kaltes aus dem Kanal e zufliessendes ersetzt, wodurch in dem Entwickler ein steter Wasseraustausch hervorgerufen und die gewöhnlich entstehende hohe Temperatur vermieden wird. Durch die schräge Anordnung des Verbindungsrohrs d1 wird ausserdem verhindert, dass der Kalkschlamm, in den Wasserbehälter gelangend, das Wasser zur Gasentwickelung ungeeignet macht.

Durch den Acetylenentwickler von H. Frye in Lengerich i. W. (D. R. P. Nr. 110932) soll verhindert werden, dass bei einer einmaligen, durch das Sinken der Glocke veranlassten Beschickung mehr Karbid, als erwünscht ist, in den Entwickelungsbehälter fällt.

Textabbildung Bd. 316, S. 609

Der Boden des Karbidbehälters d (Fig. 31) besteht aus einem Ventilkegel f mit einer Stange s, welche durch das Rohr r geht und unten in einen Ventilkegel g endet. Letzterer schliesst das Rohr r in demselben Masse ab, als der Kegel f die Austrittsöffnung des Karbidbehälters d versperrt, indem der Kegel g mit f durch einen im Wasserbehälter l gelagerten, mit Gewicht oder Feder belasteten Hebel m aufwärts gedrückt wird. Der Hebel m ist bei o drehbar gelagert und greift mittels des Zapfens h das Ventil g an; er trägt ausserdem eine Verlängerung m1, welche als Lenker für die senkrecht geführte Stange i dient. Ueber dieser Stange hängt von der Glocke a eine Stange h frei herab, welche beim Sinken der Glocke gegen die Stange i drückt. Hierdurch wird das Gewicht oder die Feder, welche den Hebel m beeinflusst, überwunden und die Ventile g und f geöffnet, wodurch durch das Rohr r Karbidzufuhr stattfindet. Um nun eine durch das Sinken der Glocke fortdauernde Karbidzufuhr zu vermeiden, ist die Stange k mit einer Rolle n versehen, welche bei weiterem Sinken an dem Anschlag p ein Hindernis findet, an welchem die Rolle n abgleitet und die Stange k aus ihrer senkrechten Lage bringt. Hierdurch wird der Druck auf die Stange i beseitigt und die Ventile geschlossen, auch wenn die Glocke noch nicht das Bestreben hat, infolge der Gasentwickelung sich zu heben. Es wird also hierdurch Gewähr geleistet,dass bei einer einmaligen Karbidzufuhr nicht mehr als eine bestimmte Menge desselben in den Behälter gelangen kann.

Bei den Acetylenentwicklern, bei denen das Acetylen gewaschen und das Wasser zur Gasentwickelung benutzt wird, tritt binnen kurzem eine solche Verunreinigung und Erwärmung des Waschwassers ein, dass eine weitere Benutzung desselben ausgeschlossen ist. Bei dem Acetylenentwickler von J. W. Bailey und John Clapham in Keighley, England (D. R. P. Nr. 111184), werden diese Uebelstände dadurch vermieden, dass das erzeugte Gas, bevor es in die Gasglocke gelangt, durch einen Wasserbehälter mit reinem unbenutzten Wasser hindurchgeführt wird, und das Wasser nachher in den Gaserzeuger abfliesst.

Textabbildung Bd. 316, S. 609

In Fig. 32 ist dieser Acetylenerzeuger in einer Ansicht dargestellt. Vorgang ist folgender: Ist der Erzeuger f1 welcher ebenso wie der Wasserbehälter c und Regelungsbehälter d zu Seiten der Gasglocke doppelt oder mehrfach angeordnet werden kann, mit Karbid gefüllt, so werden die Hähne g und h gleichzeitig dadurch geöffnet, dass das Ende 2 der Stange n niedergedrückt wird, so dass Wasser aus dem Behälter c in den Behälter d und den Gaserzeuger f gelangt und Gas entwickelt wird. Letzteres steigt durch das in d enthaltene Wasser und die Rohre k und m in die Glocke a, welche zu steigen anfängt und durch Einwirkung auf die Hebelstangen n und p die Hähne g und h schliesst. Wird nun Gas aus der Glocke entnommen, so wird durch das Fallen der Glocke der Hebel n niedergedrückt, die Hähne g und h geöffnet und es wird Wasser dem Karbid zugeführt und Gas entwickelt. Durch die gleichzeitige Wirkung der Hähne g und h wird der (oder die) Behälter d jedesmal mit einer fast gleich grossen Wassermenge gefüllt gehalten, und da das Gas durch diesen Behälter geleitet wird, trifft es fortwährend auf frisches Wasser, durch welches es von Verunreinigungen befreit, und ehe es in die Gasglocke gelangt, gekühlt wird. Die Verunreinigungen gelangen mit dem Wasser in den Karbidbehälter f, aus dem sie mit den Rückständen des Karbids entfernt werden. Werden, wie oben erwähnt, die Behälter c, d und f in grösserer Anzahl an der Glocke angeordnet, so kann dennoch nur eine Reihe derselben auf einmal benutzt werden, da beim Niedergehen der Glocke die Ansätze r mit dem Ende des Hebels n in verschiedener Höhe in Berührung kommen. Ist dann das Karbid in dem zuerst benutzten Behälter f verbraucht, so kommt beim Sinken der Glocke der zweite Erzeuger f in Gebrauch, so dass der vorher verbrauchte frisch gefüllt werden kann.

Bei dem Acetylenentwickler von E. Yvonneau in Paris (D. R. P. Nr. 111185) erfolgt die Regelung der Gaserzeugung infolge der Verdrängung des Wassers durch das entwickelte Gas.

Der in Fig. 33 dargestellte Acetylenentwickler bildet eine Lampe, bei welcher der Fuss a als Gaserzeugungsbehälter ausgebildet ist. Durch eine Scheidewand b, welche bis unter den niedrigsten Wasserstand hinunterreicht, werden im Inneren des Behälters zwei Räume c und d gebildet, deren ersterer oberhalb des Wasserspiegels und ausserhalb der Wand b, der zweite oberhalb des Wasserspiegels aber innerhalb der Wand b sich befindet. Bei f tritt von oben in den von der Wand b eingeschlossenen Raum ein Rohr e ein, welches die Karbidpatrone o aufnimmt und bei f offen ist. Auf den oberen Teil desselben stützt sich ein die Trockenkammer bildendes Rohrstück g mit dem Brenner h.