Text-Bild-Ansicht Band 316

Bild:
<< vorherige Seite

ist, jede Arbeitsmaschine durch einen Elektromotor anzutreiben.

Textabbildung Bd. 316, S. 673

Man hat also für die

a) Riemengeschwindigkeiten.

Nach Gl. 1):

m pro Sekunde

m pro Sekunde

m pro Sekunde

b) Umfangskräfte.

Nach Gl. 2):

kg

kg

kg

c) Totalspannungen.

Nach Gl. 3):

S1 = 2 . 145 + 10 % ∾ 320 kg

S2 = 2 . 204 + 10 % ∾ 450 kg

S3 = 2 . 121 + 10 % ∾ 270 kg

d) Eigengewichte der Riemenscheiben

betragen nach dem Katalog der Firma Koch und Wellenstein in Ratingen:

G1 = 800 × 250 ∾ 85 kg

G2 = G3 = 380 × 200 ∾ 25 kg

G4 = G5 = 320 × 200 ∾ 22 kg

e) Eigengewichte der Riemen.

Sämtliche Riemen hängen vertikal und ist demnach das ganze Gewicht in Rechnung zu stellen. Es ist also

g1 = 12000 × 250 × 9 ∾ 35 kg

g2 = g3 = 15000 × 180 × 7 ∾ 25 kg

f) Eigengewicht der Welle.

Nach dem Katalog der bereits genannten Firma ist das Gewicht pro m ∾ 40 kg, demnach

3,6 . 40 = 144 kg
4 Stellringe 8 kg
––––––
g' 152 kg.

g) Lagerdruck.

Die Lagergrundfläche beträgt 36 . 8 = 288 qcm und wird dann

kg pro qcm

kg pro qcm.

Diese Werte sind vollständig normal, da man bis 15 kg pro qcm gehen kann.

h) Reibungswiderstand.

Nimmt man μ zu 0,03 an, so ist

W1 = 621 . 0,03 = 18,63 kg

W2 = 834 . 0,03 = 25,02 kg.

Die Wellengeschwindigkeit beträgt

m pro Sekunde.

Demnach

PS

PS.

Im Mittel beträgt er also

PS pro Lager.

Der Totalverlust war

Wtotal = 0,378 + 0,507 = 0,885 PS.

i) Verlust durch Riemengleiten.

An Scheibe Nr. 1 2 % von 30 PS = 0,6 PS
2 2 20 = 0,4
3 2 10 = 0,2
–––––––
In Summa 1,2 PS

Der Gesamtverlust des Vorgeleges beträgt demnach 1,2 + 0,885 ∾ 2,1 PS oder etwa 7 % von der Motorleistung.

Dieser Verlust entspricht etwa 1550 Watt, und beträgt der Verlust des Elektromotors etwa 4000 Watt, so ergibt dies für die ganze Anlage einen Totalverlust von 5550 Watt. Den Energieverlust im Motor erhält man, indem man annimmt, dass der Wirkungsgrad desselben η = 0,85. Die durch diesen Motor verbrauchte Energie beträgt demnach etwa 26000 Watt, und würde nun der Verlust in Prozent ausgedrückt etwa 21,5 ergeben. Der Motor würde aber den Gesamtverlust des Vorgeleges mit leisten müssen, und beträgt der Totalverlust nicht 5550 Watt, sondern etwa 1550 + 4500 = 6050 Watt. Somit fast 21 % der verbrauchten Energie, obwohl diese nun 28700 Watt beträgt. Man ersieht hieraus, dass der grösste Verlust nicht im Vorgelege oder in einer Transmission, sondern vom Motor selbst verursacht wird.

Treibt man dagegen jede Arbeitsmaschine einzeln an, so wird der Verlust viel geringer. Um dies zu beweisen, setzen wir die Berechnung fort.

Nimmt man an, dass der Wirkungsgrad eines 10- und 20-PS-Motors etwa der gleiche wie eines 30-PS-Motors ist, so erhält man in beiden Motoren einen elektrischen Verlust von etwa 3900 Watt. Da die Riemen bei direktem Antrieb meistens ziemlich kurz sind, so dürfte der Verlust durch Riemengleiten, 1,5 % jeder Motorleistung betragen. Der Gesamtverlust beträgt alsdann 3900 + 330 = 4230 Watt. Der Energieverbrauch der Motoren beträgt zusammen etwa 26000 Watt, und ergibt sich hieraus, dass der Gesamtverlust dann nur 16,5 % der verbrauchten Energie sein würde.

In jedem Fall würde pro Stunde 28700 – 26000 = 2700 Watt beim Einzelantrieb gespart werden. Rechnet man den durchschnittlichen täglichen Betrieb der Arbeitsmaschinen zu 5 Stunden, so beträgt die Ersparnis 13,5 Kilo-Watt und somit pro Jahr bei 300 Betriebstagen 4050 Kilo-Watt.