Text-Bild-Ansicht Band 316

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Temperatur im Zufluss: te = 80°
Rückfluss: ta = 60°,

also te – ta = 20° und daher a = 0,0117. Die Rohrlängen der einzelnen Teilstrecken sind

l1 = l'1 = l''1 = 5 m, l2 = l'2 = l''2 = 1 m,

l3 = l'3 = l''3 = 5 m, l4 = l5 = l'4 = l'5 = l''4 = l''5 = 4 m,

l = 30 m, l' = 4 m, l'' = 4 m, L = 40 m, L' = 35 m,

h1 – h'1 = h''1 = 3 m, h2 = h'2 = h''2 = 7 m,

h3 = h'3 = h''3 = 11 m;

ferner

Σ(ξ1) = 4, Σ(ξ2) = 4, Σ(ξ3) = 4, Σ(ξ4) = Σ(ξ5) = 0,

Σ(ξ) = 3, Σ(Z) = Σ(Z') = 6.

Bei der Ermittelung der Rohrdurchmesser der einzelnen Teilstrecken wird nach Rietschel noch angenommen, dass die Geschwindigkeit des Wassers in der Hauptzulauf- und Rücklaufleitung durchweg gleich gross und gleich v, d.h. gleich der Geschwindigkeit in der letzten Teilstrecke des Stranges I ist (s. Fig.).

Textabbildung Bd. 316, S. 689

Die wirksamen Druckhöhen ah' und ah'' sollen = ah sein; da die Berechnung bei derjenigen Teilstrecke zu beginnen hat, zu welcher der am ungünstigsten gelegene, d.h. in horizontaler Richtung am entferntesten und in senkrechter dem Kessel am nächsten gelegene Heizkörper gehört, so findet man dann die Druckhöhe ah dadurch, dass man für diese Teilstrecke nach der Erfahrungsgleichung

den Durchmesser, auf Handelsmass abgerundet, = 0,032 m annimmt und mit Hilfe dieser Annahme die Druckhöhe ah für die Strecke GHJABCD ermittelt.

Die Gleichung für die erforderliche Geschwindigkeit lautet in diesem Falle

. . . . 1)

und für die erreichbare

. . . . 2)

Setzt man in diese Gleichung die gegebenen Werte ein, so erhält man

und ferner, da dann

folgt, aus

0,0117 (3 – h) = 0,00025 (9 . 1,569 + 4)

h = 2,613 m.

Gerade der Rietschel'schen Theorie entgegengesetzt, würde man nach meiner Auffassung, welche dem wirklichen Sachverhalt Rechnung trägt, für h nach Massgabe der baulichen Verhältnisse den Wert 2,613 oder rund 2,5 m von vornherein annehmen und in die Gleichung 2) einsetzen. In den Gleichungen 1) und 2) sind dann nur v1 und d1 unbekannt; durch Auflösung dieser Gleichungen nach meiner Methode folgt dann

worin

ist, und

.

Es ist in diesen Gleichungen

Die Werte von Rietschel sind v1 = 0,0708 m
d1 = 0,0329 m.

Bestimmung der Hauptzufluss- und Rückflussleitung, also der Strecke GHJABCD, d.h. der Durchmesser d, D und D'. Da die Geschwindigkeit in dieser Strecke überall gleich gross sein soll, so verhalten sich die Durchmesser direkt wie die Wurzeln aus den Wärmemengen; es ist also zu setzen:

Setzt man nun

a = 0,0117, h = 2,613, W = 12000, W + W' = 24000,

W + W' + W'' = 36000, l = 30, L = 40, L' = 35,

Σ(ξ) = 3, Σ(Z) = 5, Σ(Z') = 6

ein, so erhält man

Dazu kommt die Gleichung für die erforderliche Geschwindigkeit

Durch Auflösung der beiden Gleichungen erhält man wie oben

Rietschel findet auf S. 171 und 172 seines Leitfadens, dass der Wert von d zwischen den Grenzen 0,051 und 0,052 m liegen muss. Da d = 0,051456 von 0,051 m nur