Text-Bild-Ansicht Band 316

Bild:
<< vorherige Seite

Signal Geltung besitzt, so drücken die Arme k1 und k2, wenn der Zug die Vorrichtung für Halt eingestellt antrifft, die Gelenkslappen i1 und i2 einfach zur Seite, während c in gewöhnlicher Weise s kippt und die Bremsenauslösung bewirkt. Langt hingegen ein Zug aus der entgegengesetzten Richtung ein, so können die Lappen i1 und i2 nicht ausweichen, sondern k1 und k2 schieben sie beim Passieren samt der Platte c zur Seite, weshalb s unbeeinflusst und die Bremse unausgelöst bleibt.

Der an den Fahrzeugen angebrachte, die Auslösung enthaltende Ständer b ist so angeordnet und verschlossen, dass seine inneren Teile den nachteiligen Einflüssen von Staub- und Rauchniederschlägen vollständig entzogen und ebenso vor Regen, Schnee oder Rauhfrost o. dgl. bestens geschützt sind. Der bei schnellfahrenden Zügen natürlich mit grosser Geschwindigkeit gegen die Anschlagplatte e treffende Hebel s besteht aus einer Aluminiumlegierung und ist so leicht beweglich, dass nach den bisherigen Erfahrungen bei allen nur immer möglichen Zuggeschwindigkeiten die Auslösung mit unbedingter Sicherheit erfolgt. Durch ein zugeschaltetes Zählwerk allereinfachster Anordnung oder selbst durch einen gewöhnlichen Bleisiegelverschluss kann für die Auslösungen eine Kontrolle geschaffenwerden, welche genügt, um das Ueberfahren der Haltsignale überhaupt hintanzuhalten und im besonderen hinsichtlich der gewissenhaften Beobachtung der sichtbaren Signale seitens der Führer keine Laxheit einreissen zu lassen.

Bei den eingangs erwähnten Versuchen sind unter gleich günstigen Ergebnissen verschiedene Anbringungsformen der Anschlagplatten angewendet gewesen, so z.B. hängende Platten auf Holzständern, die jochartig die Geleise überbrückten oder auch auf besonderen Masten mit Auslegern u.s.w. Die Anbringungsform lässt sich also ganz den örtlichen Bedürfnissen anpassen, ebenso ist, wie wohl kaum erst besonders hervorgehoben zu werden braucht, die Einrichtung geeignet, bei jenen Zügen, welche nicht mit durchgehenden Bremsen versehen sind, lediglich zur Auslösung der Dampfpfeife oder irgend eines sonstigen auf der Lokomotive oder im Zugführerwagen angebrachten Alarmapparates ausgenutzt zu werden. Da die geschilderte Vorrichtung im ganzen genommen einfach und nicht kostspielig, aber von erprobter Sicherheit ist, überdies keiner elektrischen Stromquellen bedarf und nur eine leichte, billige Instandhaltung erfordert, können ihr gegenüber den meisten früher besprochenen Vorrichtungen wesentliche Vorzüge nicht abgesprochen werden.

Neuere Acetylenentwickler und Zubehör.

(Fortsetzung von S. 719 d. Bd.)

Der Patronenträger für Acetylenentwickler von Sören Christian Sörensen in Aarhus (Jütland) (D. R. P. Nr. 113682) hat zum Zweck, den beim Zurücktreiben des Wassers aus der Patrone etwa mitgerissenen Kalkschlamm oder Kalkstücke zurückzuhalten und dadurch eine Verunreinigung des Wassers zu verhüten.

Textabbildung Bd. 316, S. 737

Der in Fig. 56 im Schnitt dargestellte Patronenträger ist an seiner Innenwand mit mehreren übereinander angebrachten Schirmen a in Form abgestutzter, das breite Ende nach unten richtender Kegel versehen. Obere Löcher b in diesen Schirmen dienen als Durchlass für das Wasser, während nach unten offene Rillen c zur Aufnahme des während der Gaserzeugung sich bildenden Kalkmehles dienen. Im unteren konischen Teil des Trägers befinden sich anstatt der Schirme gleichartig gebildete cylindrische Ringe. Eine entsprechend geformte, aus einem durchlochten, unten konisch zulaufenden Blechcylinder bestehende Karbidpatrone wird in den Träger eingesetzt, wobei sich ihr konisches Ende auf die Ringe stützt. Nach Verbrauch des Karbids einer Patrone wird der Träger abgehoben, die Patrone herausgenommen und nach Reinigung und Neufüllung der Patrone wieder eingesetzt.

Acetylenentwickler mit Sicherung gegen Lufteintritt und Acetylenrückfluss von A. E. Adolfsson in Stockholm (D. R. P. Nr. 113683). Dieser Acetylenentwickler besitzt eine Anordnung, um die äussere Luft zu verhindern bei der Erneuerung des Wassers im Erzeuger in den Apparat einzudringen und das im Gasbehälter befindliche Gas zu verhindern, z.B. beim Einfüllen von Karbid, in das Freie zu entweichen.

Textabbildung Bd. 316, S. 737

Mit dem Erzeuger b steht eine teilweise mit Wasser gefüllte Kammer a (Fig. 57) in Verbindung, in welche unterder Wasserfläche ein Wasserfüllrohr f, ein in den Gasbehälter c führendes Rohr e und ein in das Freie führendes Rohr l münden. Ein Rohr d verbindet den Gasraum des Erzeugers mit dem Wasserraum des Gasbehälters und ein Rohr k, welches von dem Rohr e abzweigen kann, führt von dem Gasraum des Gasbehälters nach der Verbrauchsstelle, n ist das vom Boden m des Erzeugers abzweigende Rohr zur Beseitigung des Kalkschlammes. Da während der Thätigkeit des Apparates der Druck im Entwickler b höher ist als im Gasbehälter, so wird in den Röhren e, f und l Wasser emporgedrückt und das Gas verhindert, auf diesem Wege zu entweichen; letzteres geht vielmehr durch das Rohr d und drückt das Wasser aus dessen gebogenem Ende in den Gasbehälter c. Behufs Ablassens des Wassers aus dem Entwickler und Erneuern desselben wird der Hahn im Rohre n geöffnet, durch welchen das Wasser abfliesst, wodurch der Druck im Erzeuger geringer wird als im Gasbehälter. Hierdurch wird Wasser in das gebogene Ende des Rohres d gedrückt und das Gas gehindert, auf diesem Wege in den Erzeuger zu entweichen. Das Gas drückt vielmehr das Wasser in demjenigen Ende des Rohres e