Text-Bild-Ansicht Band 316

Bild:
<< vorherige Seite

32. Remington Standard-Schreibmaschine (Fig. 53).

Gebaut wie Remington Sholes (s. Nr. 31). Unterscheidet sich von letzterer dadurch, dass bei der Umschaltung die Schreibwalze, d.h. der Druckpunkt, verschoben wird, während bei Remington Sholes der Typenkorb sich vor- und rückwärts bewegt und der Druckpunkt in Ruhe bleibt, und dass die Remington Sholes Metalltasthebel hat, während diese bei Remington Standard von Holz sind. Remington Standard hat ausserdem noch Tabulator.

Textabbildung Bd. 316, S. 816

33. Salter-Schreibmaschine (Fig. 54).

Segmenttypenhebelschreibmaschine mit gekrümmtem Universalgriffbrett mit zweifacher Umschaltung. Bandfärbung. Typenhebel nicht geführt. Type im Anschlag nicht geschlossen. Tasten geführt, ähnlich wie bei National (s. Nr. 27). Typen sichtbar anschlagend. Typen einzeln nicht auswechselbar. Justierung notwendig. Ohne Tabulator.

34. Smith Premier-Schreibmaschine (Fig. 55).

Vollkreistypenhebelmaschine mit eigentümlicher, früher besprochener Lagerung. Griffbrett gerade nach Universalanordnung. Keine Umschaltung. Volltastatur. Bandfärbung. Typenhebel nicht geführt, gebogen und gekröpft. Schiefe Antriebe. Type im Anschlag nicht geschlossen, Tasten geführt. Tastenhebel fehlen. Kraftübertragung früher beschrieben. Typen verdeckt anschlagend. Skalaablesung. Tabulator.

35. Underwood-Schreibmaschine (Fig. 56).

Segmenttypenhebelmaschine. Gerades Universalgriffbrett mit einer Umschaltung. Farbband. Typenhebel im Anschlag seitlich geführt, seitlich gekröpft. Schiefe Antriebe. Type im Anschlag nicht geschlossen. Tasten nicht geführt. Tastenhebel von geradem Grundriss, gekröpfte Zwischenhebel. Sichtbar schreibend. Kolonnensteller.

36. Victoria-Schreibmaschine (Fig. 57).

Typencylinderrotationsmaschine. Gummitypen. Mit besonderer Griffbrettanordnung in geraden Reihen. 5fache Umschaltung. 84 Zeichen mit 14 Tasten. Weicht in der Konstruktion von allen gebräuchlichen Schreibmaschinen ab. Farbkissen. Sichtbarer Druck. Ohne Tabulator.

37. Williams Schreibmaschine (Fig. 58).

Segmenttypenhebelschreibmaschine. Zwei Segmente. Typenhebel gegliedert, ähnlich der Maskelyne (s. Nr. 25). Gerades Universalgriffbrett mit einfacher (früher doppelter) Umschaltung. Kissenfärbung.Farbe durch Aufstrich zu erneuern. Typenhebel im Anschlag seitlich geführt. Schiefe Antriebe. Typen im Anschlag nicht geschlossen. Tasthebel gerade. Tasten nicht geführt. Typen drucken sichtbar. Kein Tabulator.

38. Yost-Schreibmaschine (Fig. 59).

Vollkreistypenhebelschreibmaschine. Gerades Universalgriffbrett. Volltastatur. Keine Umschaltung. Farbkissenfärbung. Dauerkissen. Typenhebel im Anschlag durch Type geführt. Typenhebel gegliedert, in der Schwingungsebene angegriffen. Keine schiefen Antriebe. Type im Anschlage geschlossen. Konischer Typenschluss. Tasten geführt. Tasthebel gerade. Kräfte der seitlichen Tasthebel durch gerade Zwischenhebel normal übertragen.

Typen schlagen verdeckt an. Jede einzelne Type ohne Justierung auswechselbar. Stellzeiger. Ausser der Dauerkissenfärbung Farbbandvorrichtung. Spiegelorientierung und Tabulator.

Nähere Beschreibungen der einzelnen Maschinen finden sich in den eingangs angeführten Sammelwerken, so namentlich in dem im Jahre 1900 erschienenen Werk über Schreibmaschinen von Friedrich Müller, Berlin, Verlag der Papierzeitung, sowie in den Spezialprospekten der Verkäufer und Vertreter der verschiedenen Maschinen.

Ein näheres Eingehen auf die unwesentlichen Verschiedenheiten in der Ausführung von nebensächlichen Einrichtungen erscheint bei dem Zweck der vorliegenden Arbeit nicht notwendig, da dieselbe einen Ueberblick über die wesentlichen technischen Momente bei der Konstruktion dieser Maschinen und das Urteil über den mechanischen Wert derselben geben wollte.

Von den Zeigermaschinen, welche zum Schnellschreiben ungeeignet sind, dürften, wenn es nur auf saubere Arbeit ankommt, zu empfehlen sein: Kosmopolit, Boston, Kneist, Edelmann,

Textabbildung Bd. 316, S. 816