Text-Bild-Ansicht Band 319

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einer Hausrohrleitung durch die mangelhaft abgedichteten Muffenrohrverbindungen in die Räume eines Hauses gedrückt werden können, Auch sei noch darauf hingewiesen, dass sich die Dichtungsapparate nach Patent Beinhauer auch sehr gut zum Prüfen von verlegten Rohrleitungen auf ihre Dichtigkeit, sowie zum Spülen von Kanalleitungen eignen, da man mit ihnen die Hauptleitung wie die Seitenabzweige auf einfache Weise dicht abschliessen kann.

Zur Herstellung von Muffendichtungen an Bogenrohren bedient man sich, wie ausserdem noch bemerkt sein mag, für das Luftzuführungsrohr biegsamer Metallrohre.

Die Stadt Malle an der Saale stellte Profile der neu erbauten Kanalisationsanlage am Moritzzwinger aus, und zwar das eine dieser Profile in einem Modell in natürlicher Grösse. Bei der Ausführung des Kanals sollte hauptsächlich der aus Zementbeton (Konkretmauerwerk) bestehende eigentliche Kanalkörper gegen die äusseren Einflüsse säurehaltigen Grundwassers geschützt werden. Dies ist seitlich durch Bohlwände, nach unten durch Grundplatten und Sohlstücke und nach oben durch einen Anstrich mit Siderosthen erreicht; Bohlwände, Grundplatten, Sohlstücke und die innere Kanalleitung sind ebenfalls mit Siderosthen gestrichen. Das sich seitlich und unten sammelnde Grundwasser wird durch Drainageleitungen den Sohlstücken zugeführt.

Durch die dreiteiligen Sohlstücke, die der Firma Lieboldt & Co. in Langebrück durch Musterschutz geschützt sind, werden in den beiden Seitenkanälen etwaige Schlammablagerungen aufgenommen, während der mittlere Kanal nur das geklärte Wasser abführt; einer Verschlammung der Sohlstücke wird daher in ausgiebigster Weise begegnet.

Textabbildung Bd. 319, S. 59

Von den vorgeführten Profilen ist namentlich das erste bemerkenswert (Fig. 11), weil es einen halbeiförmigen Querschnitt mit flacher Decke bildet, die im Innern eine Einlage aus Zerrblech (Streckmetall) besitzt. Im übrigen sind die Kanäle im wesentlichen gleich ausgeführt (Fig. 12–14). Sämtlich sind sie im Innern an der Sohle mit einer Auskleidung von Klinkern versehen. Näheres ergibt sich aus beistehenden Abbildungen.

Schliesslich sei bezüglich der Kosten noch bemerkt, dass sie sich einschliesslich Erdarbeit und aller Materialien

für Profil I von der Glauchaer- bis zur Zenkerstrasse auf 127,50 Mark bei 160/160 cm lichter Weite,

für Profil II von der Zenker- bis zur Rannischen Strasse auf 117,30 Mark bei 170, 136 cm lichte Weite,

für Profil III von der Rannischen Strasse bis zur Volksschule auf 118,00 Mark bei 180/120 cm lichter Weite,

Textabbildung Bd. 319, S. 59

für Profil IV von der Volksschule bis zur Leipzigerstrasse auf 80,00 Mark bei 120/80 cm lichter Weite auf das laufende Meter gestellt haben.

Textabbildung Bd. 319, S. 59
Textabbildung Bd. 319, S. 59

Steinzeugrohre und verwandte Artikel waren von sehr vielen Seiten ausgestellt, und zwar von einer Reihe der grössten Firmen auf diesem Gebiete. Hier sind zunächst zu nennen die Rheinischen Steinzeugwerke G. m. b. H. in Köln, die einen Doppelrostsinkkasten für Trennkanalisation, einen Kölner Sinkkasten mit Reinigungsklappe, 4 bis 5-eckige Kabelröhren mit Verteilungskasten und manches andere mehr in einem schönen Aufbau vorführten. Bei dem Doppelrostsinkkasten (Fig. 15) befindet sich unter dem oberen Gitterroste noch ein zweiter runder Siebrost mit Handgriff, der wenigstens die gröbsten Schmutzteile zurückhält und von Zeit zu Zeit zu deren Entfernung herausgenommen