Text-Bild-Ansicht Band 324

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900 mm und ist dazu besimmt, das Filtermaterial aufzunehmen; zwischen ihm und dem Boden der Pfanne bildet sich also eine Kammer, aus der die filtrierte Flüssigkeit durch den Hahn c abgelassen wird.

Textabbildung Bd. 324, S. 414
Textabbildung Bd. 324, S. 414
Textabbildung Bd. 324, S. 414

Damit jede einzelne Pfanne, die auf der unteren aufliegt, hermetisch in sich geschlossen ist, ist in dem oberen Außenrand ein runder Falz m eingelassen, in den ein gleichgeformter Kautschukring n hineinpaßt. Durch sechs Riegel s wird das Ganze zusammengepreßt und dadurch absolute Dichte gesichert. Zwecks schnellen und sicheren Schließens sind Boden und Deckel mit im Guß vorgesehenen Ohren für die Riegel versehen. In A ist bei p eine kleine Rinne eingefräßt, die bei der Zusammenpressung eine kleine Menge Filtermaterial einschließt und auf diese Weise eine gute Dichtung bewirkt. Bei r liegt eine runde durchlochte Scheibe von 200 mm auf, die gleichfalls verhindern soll, daß die filtrierende Flüssigkeitzwischen b und f unfiltriert hindurch geht. Als Filtermaterial dient ein mit warmem Wasser in einem Mischapparat eingerührter Zellulose- oder Papierbrei. Der Mischapparat ist so beschaffen, daß der Brei in ständiger Bewegung bleibt. Ein durch einen Hahn verschließbares Beschickungsrohr dient zum Speisen der Filterplatten. Die Scheiben werden auf einer flachen, einen geneigten Boden besitzenden Bank wagrecht aufgelegt und mit einen Rand versehen. Man läßt den Papierbrei über die Fläche laufen, das Wasser rinnt schnell ab und dann werden nach Entfernung des Randes die fertig präparierten Platten mittels einer Bleichertschen elektrischen Winde in den Rahmen gebracht. Die zu filtrierende Flüssigkeit dringt durch das, durch den Hahn l absperrbare Rohr K in das zusammengestellte Filter und verteilt sich in die einzelnen Kammern. Der Verbrauch an Filtermaterial ist ein geringer, da dasselbe stets in einem Pülpefänger ähnlichen Apparat ausgewaschen und von neuem verwendet werden kann. Nach Filtration der Abläufe werden die Filter abgesüßt und die Absüßwässer gehen in den Saft. Zur Bedienung des Filters genügen zwei Arbeiter; ein dritter Arbeiter ist mit dem Waschen des Papierbreies beschäftigt. Das Filtermaterial ist unter der abfiltrierten Schutzdecke völlig weiß und unverändert. Das langsame Laufen der Sirupfilter ist demnach rein mechanisch und wird durch den abgesetzten Niederschlag selbst bedingt. Die Auswechslung eines sechsfachen Filters geht rasch vor sich und erfordert nur eine halbe Stunde.

(Schluß folgt.)